Trump: Thailand und Kambodscha bereit zu Ende der Kämpfe

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USA,

Laut Donald Trump haben sich Thailand und Kambodscha für ein Ende der Kämpfe bereiterklärt. Ein Anreiz sei der Handel mit den USA gewesen.

US-Präsident Donald Trump spricht im Oval Office (Archivbild). Foto: Alex Brandon/AP/dpa
US-Präsident Donald Trump spricht im Oval Office (Archivbild). Foto: Alex Brandon/AP/dpa - Keystone/AP/Alex Brandon

Das Wichtigste in Kürze

  • Donald Trump hat ein Ende der Kämpfe zwischen Thailand und Kambodscha verkündet.
  • Er habe mit den beiden Ministerpräsidenten gesprochen.
  • Der Grenzstreit eskalierte zuletzt, 500'000 Menschen mussten fliehen.

Thailand und Kambodscha haben sich nach den Worten von US-Präsident Donald Trump zur Einstellung der Kämpfe bereiterklärt. Trump sagte, er habe mit Kambodschas Ministerpräsidenten Hun Manet und Thailands Ministerpräsidenten Anutin Charnvirakul telefoniert, sie hätten sich darauf gereinigt, alle Kampfhandlungen «ab heute Abend einzustellen», schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.

Unklar blieb, auf welche Zeitzone er sich bezog. In der Region war es zum Zeitpunkt des Posts bereits Nacht. Die beiden Länder selbst bestätigten die Einigung zunächst nicht.

thailand kambodscha
Die Kämpfe zwischen Thailand und Kambodscha waren zuletzt eskaliert (Archiv). - keystone

«Beide Länder sind bereit für FRIEDEN und die Fortsetzung des Handels mit den Vereinigten Staaten von Amerika», schrieb Trump weiter. Er wolle auch dem malaysischen Regierungschef Anwar Ibrahim für seine Unterstützung bei den Gesprächen danken.

Bangkok dementiert

Im Grenzkonflikt mit Kambodscha gibt es Thailands Ministerpräsident Anutin Charnvirakul zufolge auch weiterhin keine Waffenruhe.

Nach einem Gespräch mit US-Präsident Donald Trump erklärte der Regierungschef vor Journalisten in Bangkok, Kambodscha müsse zuerst das Feuer einstellen. Die Partei, die das Waffenruheabkommen verletzt habe, sei diejenige, die ihr Verhalten korrigieren müsse – «nicht die Partei, die angegriffen wurde», sagte er örtlichen Medien zufolge weiter. Beide Seiten werfen sich gegenseitig vor, die jüngste Eskalation begonnen zu haben.

Die Kämpfe zwischen Thailand und Kambodscha an mehreren Fronten der Grenze dauern seit Tagen an. Hintergrund ist ein jahrzehntelanger Streit um Gebietsansprüche. Beide Staaten beschuldigen sich gegenseitig, eine zuletzt geltende Waffenruhe im Gebiet entlang der etwa 800 Kilometer langen gemeinsamen Grenze zuerst verletzt zu haben.

500'000 Menschen mussten fliehen

Die Kämpfe haben über 500'000 Bewohner der Region in die Flucht getrieben und mehr als 20 Menschen das Leben gekostet, darunter mehrere Zivilisten. Zudem gab es Hunderte Verletzte infolge der Gefechte.

Bereits im Juli hatten beide Länder nach schweren Kämpfen eine Waffenruhe vereinbart. Ende Oktober unterzeichneten sie in Anwesenheit Trumps in Malaysia eine gemeinsame Erklärung, die Schritte zu einem dauerhaften Frieden vorsah. Doch im November wurde die vereinbarte Feuerpause nach einem neuerlichen Vorfall an der Grenze erst einmal ausgesetzt. Seit dem vergangenen Sonntag hat sich die Lage nochmals verschärft.

Kommentare

User #2909 (nicht angemeldet)

Bereit zum Ende der Kämpfe? Hhmmm?! Hatte er nicht vor kurzem gross hinauspusaunt, der Konflikt sei gelöst?! Naja, Trump halt:-)

User #5847 (nicht angemeldet)

Und täglich grüsst der Bläser aus Jerusalem!!

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