Trump droht Iran mit «Wirtschaftskrieg»

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USA,

Donald Trump droht dem Iran mit einem beispiellosen «Wirtschaftskrieg». Auch Verbündete Teherans müssten mit Konsequenzen rechnen.

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Donald Trump droht dem Iran erneut. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Donald Trump droht dem Iran mit einem Wirtschaftskrieg.
  • Er spricht von der «verheerendsten Wirtschaftsoperation» und einem «wirtschaftlichen D-Day».
  • Teheran zeigte sich bislang von allen Drohungen Donald Trumps unbeeindruckt.

Vor dem Hintergrund fehlender Erfolge bei den Verhandlungen mit Teheran hat US-Präsident Donald Trump dem Iran mit einem beispiellosen «Wirtschaftskrieg» gedroht.

Auch müsse jedes Land samt seiner Finanzinstitutionen, Unternehmen, Flughäfen und Regierungsbehörden bei einer Unterstützung des Irans mit «GEWALTIGEN wirtschaftlichen Konsequenzen» rechnen, verkündete er auf seiner Plattform Truth Social. Es brauche die Hilfe aller Verbündeten der USA, um die vom Iran ausgehende Bedrohung zu stoppen.

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Die USA drohen dem Iran mit einem Wirtschaftskrieg. - keystone

Zweieinhalb Monate vor den wichtigen Zwischenwahlen in den USA steht Trump innenpolitisch stark unter Druck. Auch weil er in seinem Krieg gegen den Iran seit Wochen keine offensichtlichen Erfolge für sich verbuchen kann. Weder auf diplomatischer noch auf militärischer Ebene scheint es in seinem Sinne voranzugehen.

Nicht nur bei den Verhandlungen über eine Wiedereröffnung der Strasse von Hormus, die Handelsschiffe vor Kriegsbeginn noch ungehindert passieren konnten, zeigte sich Teheran unbeeindruckt von den regelmässigen Drohgebärden des Republikaners.

Trump spricht von «wirtschaftlichem D-Day»

Immer wieder legt Trump mit Drohungen gegen die Führung der Islamischen Republik nach – und auch dieses Mal wählte er scharfe Worte. So sprach er von «Massnahmen historischen Ausmasses» und der «verheerendsten Wirtschaftsoperation», die jemals gegen ein Land veranlasst worden sei. Sein mit Superlativen gespicktes Vorhaben verglich er mit einem «wirtschaftlichen D-Day» für den Iran.

Der sogenannte D-Day am 6. Juni 1944 mit der Landung der alliierten Truppen in der Normandie markierte den Auftakt der Befreiung Frankreichs und Westeuropas von der Nazi-Herrschaft im Zweiten Weltkrieg.

Werden die US-Sanktionen ausgeweitet?

Schon seit längerem gelten Sanktionen der USA gegen den Iran. Nun scheint Trump diese nochmal ausweiten zu wollen. «Ölschmuggel, Währungstauschabkommen, Geldtransfers, Wechselstuben, Schiffsregister, Tarnfirmen – all das muss sofort gestoppt werden», schrieb Trump weiter.

trump usa und iran
Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran blieben bislang erfolglos. (Symbolbild) - keystone

Wie genau der US-Präsident die Führung in Teheran in die Knie zwingen will, blieb zunächst aber offen. Ebenso die Frage, welche Konsequenzen Ländern drohen, die den Iran «unterstützen». Damit könnten vor allem Staaten wie Russland, Indien oder China gemeint sein, die weiterhin iranisches Öl beziehen. Der Ölexport ist die wichtigste Einnahmequelle des islamistischen Machtapparats im Iran.

Lange Wochen ohne grosse Fortschritte

Vor wenigen Tagen war eine Frist abgelaufen, in der Vertreter der USA und des Irans Verhandlungen über zentrale Streitfragen wie das iranische Atomprogramm abschliessen wollten. Wesentliche Fortschritte auf diplomatischer Ebene scheint es aber nicht gegeben zu haben. Gegen die nie konsequent umgesetzte Waffenruhe und weitere Punkte des Abkommens wurde in den vergangenen Wochen mehrfach verstossen.

Nach Worten Trumps vom Dienstag gab es zuletzt keine laufenden Verhandlungen mehr. «Es finden derzeit keine Gespräche oder Verhandlungen mit der Islamischen Republik Iran statt, und es sind auch keine geplant», teilte er mit. Am Vortag hatte er dem US-Sender Fox News noch gesagt, Vertreter der US-Regierung stünden im direkten Kontakt mit den mächtigen iranischen Revolutionsgarden. In der Vergangenheit hatte Trump immer wieder mit Behauptungen zu angeblichen Gesprächen und Verhandlungsständen für Aufsehen gesorgt, die vom Iran dementiert wurden.

Kommentare

User #3302 (nicht angemeldet)

Zuerst sollte man die noch grössere Bedrohung der Trump Administration stoppen. Das ist die viel grössere Gefahr

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