Tessiner Firma Medacta wagt am 4. April den Sprung an die Börse

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    Lugano,

    Das Tessiner Orthopädieunternehmen Medacta konkretisiert seine Börsenpläne. Am oder um den 4. April herum soll es soweit sein. Mit dem Sprung aufs Parkett will Medacta bis zu 680 Millionen Franken einnehmen.

    Das Orthopädieunternehmen Medacta dürfte an der Börse bis zu 2,1 Milliarden Franken Wert sein.
    Das Orthopädieunternehmen Medacta dürfte an der Börse bis zu 2,1 Milliarden Franken Wert sein. - sda - KEYSTONE/TI-PRESS/PABLO GIANINAZZI

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die von der Besitzerfamilie Siccardi verkauften Aktien sollen «am oder um den» 4. April erstmals an der Schweizer Börse SIX Swiss Exchange gehandelt werden, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte.

    Das Tessiner Orthopädieunternehmen Medacta konkretisiert seine Börsenpläne. Am oder um den 4. April herum soll es soweit sein. Mit dem Sprung aufs Parkett will Medacta bis zu 680 Millionen Franken einnehmen.

    Die von der Besitzerfamilie Siccardi verkauften Aktien sollen «am oder um den» 4. April erstmals an der Schweizer Börse SIX Swiss Exchange gehandelt werden, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte.

    Medacta hatte vergangene Woche angekündigt, einen Börsengang zu planen. An die Börse gebracht werden dabei laut den Angaben lediglich sogenannte «secondary»-Aktien. Das heisst, es werden keine neuen Aktien ausgegeben. Die Familie um den Gründer Alberto Siccardi will auch nach dem Börsengang an der SIX Swiss Exchange Mehrheitsaktionärin bleiben.

    Der Anteil der frei an der Börse gehandelten Aktien soll bei 28,5 Prozent liegen. Bei grosser Nachfrage können die beteiligten Banken allerdings eine Mehrzuteilungsoption ausüben, was den Anteil auf 32,8 Prozent erhöhen würde.

    Die Aktien sollen zu einem Preis zwischen 88 und 104 Franken zu haben sein. Das Volumen der über das Basisangebot verkauften Aktien käme beim Maximalpreis auf 593 Millionen Franken, inklusive der Mehrzuteilungsoption auf 682 Millionen. Die Börsenkapitalisierung läge bei maximal 2,1 Milliarden.

    Das Tessiner Unternehmen produziert mit zuletzt 970 Mitarbeitern orthopädische Implantate und Instrumente, die bei Hüft-, Knie-, Schulter- und Wirbelsäulen-Problemen zum Einsatz kommen. Es verfügt über Niederlassungen in zwölf Ländern, so etwa in den USA, Australien, Japan oder in verschiedenen Ländern Europas. Vertrieben werden die Produkt in insgesamt in 20 Ländern.

    Das Unternehmen erzielte 2018 laut den früheren Angaben einen Umsatz von 273 Millionen Euro (+11%). Das durchschnittliche Wachstum der vergangenen drei Jahre beziffert das Unternehmen auf 14 Prozent. Gut die Hälfte des Umsatzes werden mit Produkten für die Hüfte generiert und gut ein Drittel im Bereich Knie. Auf das Wirbelsäulen-Geschäft entfielen 2018 rund 7 Prozent und auf den Bereich Schulter und Sportmedizin 1 Prozent. Die Profitabilität ist mit einer Bruttomarge von knapp 75 Prozent und einer Betriebsgewinnmarge (EBITDA) von 32 Prozent hoch.

    Für das Geschäftsjahr 2019 will Medacta eine Dividende zahlen. Dabei sollen jeweils zwischen 20 und 30 Prozent des Reingewinns an die Aktionäre ausgeschüttet werden.

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