Teheran bietet Saudi-Arabien und Huthis Vermittlung an
Nach den Angriffen auf Riad bietet der Iran Saudi-Arabien und den Huthis Vermittlung an. Aussenminister Araghtschi drängt auf Friedensgespräche.

Der Iran hat sich im Konflikt mit der Huthi-Miliz als Vermittler angeboten, meldet die «Deutsche Welle». Aussenminister Abbas Araghtschi sprach dazu am Sonntag mit seinem saudischen Amtskollegen Faisal bin Farhan.
Araghtschi warnte laut einer Mitteilung des Ministeriums, ein militärischer Kurs mache die Lage noch komplizierter. Teheran sei zu jeder Unterstützung für eine politische Lösung bereit.
Es war der erste bekannte Kontakt der beiden Minister seit Ausweitung der Huthi-Angriffe auf Saudi-Arabien, so die «Deutsche Welle». Das Gespräch fand nach den Angriffen auf den Flughafen von Riad statt.
Angriffe auf Flughäfen in Saudi-Arabien fordern Tote
Am Wochenende verschärfte sich der Konflikt zwischen Saudi-Arabien und den Huthis massiv, schreibt die «Deutsche Welle». Bei zwei Angriffen auf den Flughafen von Riad starben insgesamt 14 Menschen.
Allein am Samstag seien 13 Menschen gestorben und mehr als 300 verletzt worden. Es war demnach der tödlichste Angriff im Königreich seit mehr als zehn Jahren.
Bereits am Donnerstag kamen bei Raketenangriffen auf den Flughafen King Khalid drei Menschen ums Leben, meldet «Euronews». Unter den Toten war laut dem Sender der Pilot einer Linienmaschine.
Militärkoalition kündigt Vergeltung an
Bereits zuvor reklamierten die Huthis laut dem «ORF» einen Raketenangriff auf den Flughafen von Riad. Es war das dritte Mal innerhalb einer Woche, dass die Miliz einen solchen Angriff für sich beanspruchte.
Die saudisch geführte Militärkoalition machte die Huthis direkt verantwortlich und kündigte Vergeltung an. Huthi-Sprecher Jahja Sari rief Fluggesellschaften auf, den saudi-arabischen Luftraum zu meiden.
Der Flughafen von Riad blieb am Montag vorerst geschlossen, schreibt die «Deutsche Welle». Rund 60 Prozent der geplanten Flüge dürften demnach ausfallen.
Huthis weiten Angriffe auf Saudi-Arabien aus
Huthi-Militärsprecher Jahja Sari erklärte, die Miliz habe auch den Flughafen Dammam und zwei Aramco-Anlagen angegriffen.

Die saudi-arabische Luftfahrtbehörde bestätigte laut «Deutsche Welle» einen Einschlag am Flughafen Dammam.
Saudi-Arabien hat seinen Einsatz im Jemen zuletzt verstärkt. Nach Angaben der Rebellen flog die Luftwaffe binnen 24 Stunden 124 Angriffe, was sich nicht überprüfen lässt.











