Hass

    Steinmeier verteidigt Polizei gegen «Hass und übelste Herabsetzung»

    AFP
    AFP

    Deutschland,

    Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Polizei vor pauschalen Anfeindungen in Schutz genommen.

    Steinmeier in Schloss Bellevue
    Steinmeier in Schloss Bellevue - POOL/AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Bundespräsident sieht Coronavirus als Testfall für die Demokratie.

    Es seien «auch und gerade die Polizistinnen und Polizisten, die das friedliche Neben- und Miteinander im öffentlichen Raum, auf unseren Strassen und Plätzen schützen», sagte Steinmeier am Montag laut Redetext bei einer Diskussionsveranstaltung im Berliner Schloss Bellevue.

    «Sie alle, die dafür im Ernstfall ihre Gesundheit und ihr Leben einsetzen, verdienen unseren Respekt und nicht Hass und übelste Herabsetzung des ganzen Berufsstandes.» Er äussere sich «aus gegebenem Anlass» zu diesem Thema, sagte der Bundespräsident.

    Seiner Äusserung war eine heftige Debatte um eine Kolumne der linksalternativen Tageszeitung «taz» vorangegangen; die Autorin hatte in dem offenbar satirisch gemeinten Text geschrieben, die Polizei gehöre auf die Müllhalde. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) sah die Polizei dadurch pauschal verunglimpft und kündigte eine Strafanzeige gegen die Autorin an; davon rückte er später wieder ab.

    Steinmeier bezeichnete die Corona-Pandemie in seiner Ansprache zum Auftakt einer Diskussionsrunde in seinem Berliner Amtssitz als «Testfall für die Demokratie». In einem «Zwischenfazit» würdigte er die Erfolge bei der Bekämpfung der Pandemie.

    «Es ist uns in einem gesellschaftlichen Kraftakt gelungen, die Infektionskurve abzuflachen und diejenigen zu unterstützen, die die Krise am härtesten getroffen hat», sagte er. «Diesen Kraftakt haben wir nicht geleistet, weil eine starke Hand uns dazu gezwungen hat, sondern weil wir ihn leisten wollten, aus Solidarität und Verantwortungsbewusstsein.»

    Zugleich zeigte er sich besorgt über einige gesellschaftliche Entwicklungen, die durch die Krise erkennbar geworden seien. «Wir erleben in dieser Krise aber auch, wie brüchig der Glaube an Vernunft und Diskurs in manchen Teilen unserer Gesellschaft geworden ist», sagte er. «Wo Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler angefeindet und bedroht werden, wo Erkenntnisse geleugnet, Verschwörungstheorien verbreitet, Aluhüte für Heilmittel gehalten werden - überall da ist unser Widerspruch gefragt.»

    Kommentare

    Weiterlesen

    gg
    12 Interaktionen
    Welt-Neuheit
    KI
    235 Interaktionen
    Gefahr

    MEHR IN POLITIK

    1 Interaktionen
    Paris
    Bern/Neu Delhi
    Wegwerf-Agenten
    2 Interaktionen
    Deutschland
    Bundesnachrichtendienst
    1 Interaktionen
    Mit Russland

    MEHR HASS

    St. Margrethen
    721 Interaktionen
    Rheintal SG
    20 Interaktionen
    Zeichen gegen Hass
    Gerichtsfall
    Korneuburg
    Hass
    552 Interaktionen
    Wut

    MEHR AUS DEUTSCHLAND

    3 Interaktionen
    Berlin
    Oktoberfest 2026
    Rekord
    Oktoberfest
    Tragischer Unfall
    x
    251 Interaktionen
    Wie geht das?