Selenskyj spricht von Unwillen der USA gegenüber der Ukraine
Selenskyj wirft den USA Unwillen vor, nachdem Rubio von einer Pattsituation sprach. Kiew verlangt mehr Druck auf Moskau und Hilfe für die Ukraine.

Wolodymyr Selenskyj hat den USA am Donnerstag in einer emotionalen Rede vorgeworfen, der Ukraine nicht helfen zu wollen. Er bezog sich dabei auf Äusserungen von US-Aussenminister Marco Rubio, wie der «Tagesspiegel» berichtet.
«Das nennt man Unwillen!», sagte Selenskyj am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Pryluky. Auf ukrainischer Seite wurden in den vergangenen zwei Tagen laut Selenskyj 78 Menschen getötet und 225 verletzt.
Selenskyj fordert laut dem «Handelsblatt» einen uneingeschränkten Starlink-Zugang, um den Luftraum der Ukraine zu verteidigen. «Gebt es uns, helft uns, unseren Luftraum zu verteidigen und dort die Oberhand zu gewinnen», sagte er.
Rubio sieht Sackgasse im Krieg in der Ukraine
Rubio hatte den Krieg zuvor in Portugal als gefährliche Pattsituation bezeichnet, wie der «Tagesspiegel» berichtet. Die USA wollten aber keine Energie in aussichtslose Prozesse stecken, wenn es keine Fortschritte gebe.
In einem Interview mit einer griechischen Zeitung bezeichnete Rubio die Lage als «strategische Sackgasse». Das grösste Hindernis seien Moskaus Gebietsforderungen, denn Russland verlange die volle Kontrolle über den Donbass, was die Ukraine ablehne.
Selenskyj kritisierte laut «onvista», die USA verhandelten mit Russland über künftige Wirtschaftsprojekte und wollten zugleich vermitteln. Zudem müsse US-Präsident Donald Trump den Sanktionsdruck auf Russland verstärken, sagte der ukrainische Präsident am Donnerstag.
Neue Gespräche und scharfe Töne zur Ukraine
Aussenminister Johann Wadephul griff Russland laut «Tagesspiegel» nach dem ergebnislosen Lawrow-Treffen in New York scharf an.

«Putins Grausamkeit kennt keine Grenzen», sagte der CDU-Politiker nach den jüngsten Angriffen auf die Ukraine und drohte mit Sanktionen.
Ein ukrainisches Team trifft am Freitag und Samstag die Trump-Unterhändler Jared Kushner und Steve Witkoff. Die USA planen laut Selenskyj zudem neue Dreiergespräche mit Russland und der Ukraine bis Ende Oktober.












