Selenskyj fordert von G7 Reaktion auf Russlands Angriff

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Ukraine,

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Gruppe der sieben grossen Industrienationen (G7) zu einer entschlossenen Antwort auf die russischen Angriffe in Kiew und anderen Städten aufgerufen.

Wolodymyr Selenskyj
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. - keystone

Es brauche mehr Druck auf den Aggressor, mehr Unterstützung für die Luftverteidigung der Ukraine – vor allem zum Schutz vor Angriffen mit ballistischen Raketen, teilte Selenskyj bei Telegram mit. Er wird am Abend beim G7-Gipfel im französischen Évian erwartet.

Russland habe allein die Hauptstadt Kiew mit mehr als 60 Raketen und Marschflugkörpern angegriffen, sagte Selenskyj. Insgesamt seien gegen die Ukraine in der Nacht 611 Drohnen sowie 70 Raketen und Marschflugkörper eingesetzt worden. Mindestens neun Menschen seien gestorben. Allein in Kiew meldeten die Behörden zudem 28 Verletzte.

Selenskyj sprach nach einem Brand in der Hauptkirche des weltberühmten Höhlenklosters in Kiew, das zum Weltkulturerbe der Unesco gehört, von einem der «grössten russischen Verbrechen gegen die christliche Kultur». Das Feuer in der Mariä-Entschlafens-Kathedrale, deren Geschichte im 11. Jahrhundert begonnen habe, sei inzwischen gelöscht, sagte Selenskyj.

«In Charkiw haben die Russen einen erneuten Angriff auf unsere Rettungskräfte verübt, die den Brand am Ort eines Treffers in einem Unternehmen löschten», teilte Selenskyj mit. Fünf Rettungskräfte seien getötet worden. In Dnipro habe Russland das Gelände eines Bahnhofs, einer Hochschule und von Unternehmen angegriffen. Auch die Gebiete Donezk, Saporischschja, Sumy und Mykolajiw seien Ziele gewesen. «So zeigt Russland der Welt seine Absicht, den Krieg fortzusetzen», sagte Selenskyj.

Moskaus Verteidigungsministerium bezeichnete die Angriffe auf die Ukraine als einen Vergeltungsschlag gegen «terroristische Angriffe des Kiewer Regimes» in Russland. Ziele seien unter anderem Produktionsstätten für Drohnen und Raketen in Kiew gewesen. Eine solche Anlage befand sich nach russischer Darstellung auch in einem ebenfalls getroffenen Filmstudio in Kiew.

Nach nicht überprüfbaren Angaben des Ministeriums in Moskau wurde das Höhlenkloster in Kiew von einer Patriot-Rakete der ukrainischen Flugabwehr getroffen. Westliche Staaten hätten Kiew solche Raketen mit abgelaufenem Verfallsdatum übergeben, was zu der Situation auf dem Klostergelände geführt haben könnte, erklärte das Ministerium. Das Höhlenkloster gilt für das Moskauer Patriarchat der russisch-orthodoxen Kirche als Heiligtum.

Kommentare

User #5408 (nicht angemeldet)

Putins Propaganda braucht ein Publikum, denn ohne Publikum hat sie keinen Nutzen und ist wertlos. Niemand glaubt putin, niemand hört auf putin, niemand nimmt putin ernst.

User #1370 (nicht angemeldet)

Warum ist Selensky überhaupt im G7 anwesend, gehört die Ukraine auch zu den stärksten Wirtschaftsmächte der Welt? Schon Frankreich, Deutschland sollte nicht in diesem Verein vertreten sein, sind deren wirtschaften doch alles andere als führend. Kurz, für mich ein Kitatreff!

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