Schweden-Wahl – Wer kann das Land künftig regieren?

    Maja Bojic
    Maja Bojic

    Schweden,

    Die Schweden-Wahl endet mit einem äusserst knappen Rennen. Magdalena Andersson liegt vorn, doch die Regierungsbildung bleibt offen.

    Schweden-Wahl
    Die Schweden-Wahl entscheidet, welches politische Lager künftig die Regierung stellen kann. - keystone

    Die Schweden-Wahl hat noch keinen eindeutigen Sieger hervorgebracht. Nach Auszählung von rund 94 Prozent der Stimmen liegt das Mitte-Links-Lager nur knapp vor dem konservativen Bündnis.

    Die Sozialdemokraten von Magdalena Andersson erreichen bislang 28,1 Prozent und sind damit stärkste Kraft. Gemeinsam mit Linken, Grünen und Zentrumspartei kommt ihr Lager auf 176 von 349 Sitzen, berichtet der «Stern».

    Das konservative Lager von Ministerpräsident Ulf Kristersson kommt auf 173 Sitze. Der Abstand beträgt damit lediglich drei Mandate, wie die «Frankfurter Rundschau» schreibt.

    Andersson vor schwierigen Verhandlungen

    Für Andersson dürfte die Regierungsbildung schwierig werden. Die Zentrumspartei lehnt eine Koalition mit den Linken ab, so der «Stern» weiter.

    Eine mögliche Alternative wäre eine Regierung der politischen Mitte. Allerdings zeigen weder die Christdemokraten noch die Liberalen Interesse an einer solchen Lösung.

    Glaubst du, dass Magdalena Andersson Schwedens nächste Regierungschefin wird?

    Auch Kristersson steht vor einem Problem. Eine Minderheitsregierung ist zwar möglich, sie darf jedoch keine absolute Mehrheit der Abgeordneten gegen sich haben.

    Schwedendemokraten drängen in Regierung

    Eine entscheidende Rolle spielen die Schwedendemokraten um Jimmie Åkesson. Sie erreichen bislang 17,6 Prozent und verlieren damit gegenüber ihrem Ergebnis von 20,5 Prozent im Jahr 2022.

    Vor vier Jahren unterstützten die Rechtspopulisten Kristerssons Regierung als Mehrheitsbeschaffer. Nun wollen sie erstmals selbst Teil einer Regierung werden, berichtet die «Frankfurter Rundschau».

    Kristersson hatte vor der Wahl eine Beteiligung der Schwedendemokraten an seiner Regierung in Aussicht gestellt. Die Zentrumspartei lehnt eine Regierung mit den Rechtspopulisten jedoch ab.

    Endgültiges Ergebnis steht noch aus

    Noch sind nicht alle Stimmen ausgezählt. Am Mittwoch sollen unter anderem Stimmen von Schweden im Ausland sowie spät vor der Wahl abgegebene Stimmen ausgezählt werden.

    Diese Stimmen können die Sitzverteilung noch verändern. Deshalb bleibt offen, welches politische Lager letztlich die Regierung bilden kann.

    Magdalena Andersson  Schweden-Wahl
    Bei der Schweden-Wahl liegt Magdalena Andersson mit den Sozialdemokraten derzeit vorne. - keystone

    Unabhängig vom Wahlausgang wird eine Fortsetzung des pro-europäischen Kurses erwartet, schreibt der «Deutschlandfunk». Offen bleibt dagegen unter anderem der weitere Umgang mit der Migration.

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    Kommentare

    User #5705 (nicht angemeldet)

    Alles Spekulation. Erst nach der definitiven Auszählung kann gerechnet werden

    User #4317 (nicht angemeldet)

    Nach dem Versagen der Rechtspopulisten darf Schweden wieder zuversichtlich in die Zukunft blicken.

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