Russischer Angriff zerstört Lager von Selenskyjs Medienfirma
Bei einem russischen Drohnenangriff ist ein Lager in Kiew mit dem Fundus des von Präsident Wolodymyr Selenskyj mitgegründeten Medienunternehmens «Kvartal 95» zerstört worden. «Damit haben wir eine grosse Menge an Kulissen, Kostümen und Gegenständen verloren, die zwanzig Jahre lang Teil unserer Konzerte, Fernsehsendungen, Filme und Serien waren», teilte das Unternehmen bei Facebook mit. Das seien nicht nur einfach Dinge, sondern die Geschichte des «Kvartals». Verletzte habe es bei dem Angriff in der ukrainischen Hauptstadt in der Nacht zum Mittwoch nicht gegeben.

Die Shows der Komödiantentruppe des Produktionsstudios würden dennoch «mit oder ohne Requisiten» fortgesetzt. «Denn Lachen ist heute auch ein Teil des Lebens», hiess es in der Mitteilung. Das Leben gehe weiter.
Bei dem Drohnenangriff sei zudem eine Lagerhalle des Wohltätigkeitsfonds von Selenskyjs Ehefrau Olena mit humanitären Hilfsgütern getroffen worden. «Es brannte komplett aus», teilte die Organisation bei Facebook mit. Vernichtet wurden demnach Notstromaggregate, medizinische Ausrüstung, aber auch Haushaltsgeräte, Notebooks und Tablets. Die Sachen seien für die Ausbildung von Kindern sowie für Krankenhäuser, Bildungseinrichtungen und für Familien bestimmt gewesen.
Selenskyj ist seit 2019 Präsident der Ukraine. Das Land wehrt sich mit ihm als Staatsoberhaupt seit mehr als viereinhalb Jahren gegen eine grossangelegte russische Invasion. Vor seiner Amtszeit erlangte Selenskyj als Schauspieler und Komiker auch über sein Heimatland hinaus Popularität.










