Polizei in Sankt Petersburg nimmt Dutzende Oppositionelle fest

    AFP
    AFP

    Russland,

    Bei regierungskritischen Protesten sind in der russischen Stadt Sankt Petersburg dutzende Oppositionelle festgenommen worden.

    Sankt Petersburg
    Mehrere Polizisten stehen am 01.05.19 vor einer Gruppe von Demonstrierenden mit Flaggen und Transparenten des Tag der Arbeit in Sankt Petersburg (RUS). - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Rund 2000 Menschen protestierten am 1. Mai in Sankt Petersburg gegen Präsident Putin.
    • Die Polizei nahm rund 30 Demonstranten fest.

    Bei regierungskritischen Protesten sind in der russischen Stadt Sankt Petersburg dutzende Oppositionelle festgenommen worden.

    Etwa 2000 Menschen versammelten sich dort am Mittwoch, um ihrer Unzufriedenheit mit der Regierung Luft zu machen. Gemeinsam skandierten sie Parolen wie «Putin ist ein Dieb» und «Das ist unsere Stadt».

    Rund 30 Festnahmen in Sankt Petersburg

    Unter den Demonstranten waren auch Unterstützer des prominenten Oppositionspolitikers Alexej Nawalny. Nach Erkenntnissen der Bürgerrechtsorganisation OVD-Info nahm die Polizei mehr als 30 Menschen fest. Unter den Festgenommenen in Russlands zweitgrösster Stadt waren viele, die Slogans gegen Putin gerufen hatten.

    Sankt Petersburg
    Polizisten nehmen am 01.05.19 in Sankt Petersburg (RUS) einen Demonstranten fest. - AFP

    «Sie beschützen Putin, den Banditen», sagte die 70-jährige Demonstrantin Galina Onischtschenko und zeigte auf Fahrzeuge zum Abtransport von Festgenommenen. Die Demonstranten riefen auch «Faschisten» oder «Ihr jagt uns keine Angst ein».

    Nicht nur Oppositionelle unterwegs

    Der 1. Mai wird in Russland traditionell mit Kundgebungen und Demonstrationen begangen. Parallel zu den Kremlkritikern waren auch Tausende Anhänger der Regierungspartei, der Kommunisten und anderer Gruppierungen in Sankt Petersburg unterwegs.

    Die Unzufriedenheit der Bevölkerung mit der russischen Regierung hat in den vergangenen Jahren zugenommen. Dazu trugen unter anderem eine Erhöhung des Rentenalters und der sinkende Lebensstandard nach mehreren westlichen Sanktionsrunden bei.

    Auch die Beliebtheitswerte von Präsident Putin waren zuletzt gesunken. Im März erlaubte er den Gerichten, wegen fehlenden Respekts gegenüber der Obrigkeit Geld- oder kurze Haftstrafen zu verhängen.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    moskau
    Proteste Moskau
    Karin Kneissl Wladimir Putin
    40 Interaktionen
    Ösis sind Bösis

    MEHR IN POLITIK

    3 Interaktionen
    Zürich
    Madrid Platz
    Gegen Wohnungsnot

    MEHR AUS RUSSLAND

    fsb
    7 Interaktionen
    Moskau
    Moskau
    27 Interaktionen
    Moskau
    Oleschky
    14 Interaktionen
    Anapa