Obwalden budgetiert dank Auflösung von Reserven ein kleines Plus
Die Obwaldner Regierung hat für 2027 einen Ertragsüberschuss von 2,3 Millionen Franken budgetiert. Dafür sollen jedoch 16 Millionen Franken aus Schwankungsreserven aufgelöst werden.

Der Kanton rechnet für 2027 mit einem Aufwand von 385,3 Millionen Franken und einem Ertrag von 387,6 Millionen Franken. In der am Montag veröffentlichten Medienmitteilung spricht der Obwaldner Regierungsrat von einer «stark angespannten» Finanzlage.
Besonders stark stiegen die Ausgaben im Gesundheitswesen. So fallen laut Mitteilung für die ausserkantonalen Hospitalisationen und die Akutversorgung am Standort Sarnen rund 6 Millionen Franken Mehrkosten an im Vergleich zum Vorjahr. Weitere Mehrausgaben resultieren laut dem Kanton bei der Prämienverbilligung, dem öffentlichen Verkehr sowie den Ergänzungsleistungen für AHV und IV.
Aufgrund der angespannten Finanzlage kündigte der Kanton an, derzeit gemeinsam mit den Gemeinden die Ausgabenstrukturen zu analysieren. Ein Benchmark-Vergleich soll zeigen, wo Kosten gesenkt oder das Ausgabenwachstum gebremst werden kann.
Die Investitionen belaufen sich 2027 auf 108,3 Millionen Franken. Nach Beiträgen von Bund, Gemeinden und Dritten verbleiben Nettoinvestitionen von 31,7 Millionen Franken, wie es weiter hiess. Geplant sind unter anderem Investitionen in den Naturgefahrenschutz, den Schutzwald und die Aufwertung des Zentrums Kerns. Zudem sind Sanierungen bei kantonalen Gebäuden geplant.
Trotz der Massnahmen bleibe der finanzielle Spielraum des Kantons begrenzt, schrieb der Kanton weiter. Die Nettoverschuldung dürfte Ende 2027 rund 108 Millionen Franken betragen. Laut der Finanzplanung werden in den kommenden Jahren weitere Entnahmen aus den Schwankungsreserven nötig.






