Neue pakistanische Luftangriffe in Afghanistan

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Bern,

Im anhaltenden Konflikt zwischen den Nachbarländern Afghanistan und Pakistan ist es erneut zu Angriffen mit Toten und Verletzten gekommen.

ARCHIV - Nach Zusammenstößen zwischen pakistanischen und afghanischen Streitkräften in der Nähe des Grenzübergangs Torkham in Pakistan steigt Rauch von der afghanischen Seite auf, ...
ARCHIV - Nach Zusammenstößen zwischen pakistanischen und afghanischen Streitkräften in der Nähe des Grenzübergangs Torkham in Pakistan steigt Rauch von der afghanischen Seite auf, ... - Keystone/AP/Maaz Awan

Nach Angaben der in Afghanistan regierenden islamistischen Taliban wurden bei pakistanischen Luftangriffen in den östlichen Provinzen Kunar, Chost und Paktika in der Nacht zum Mittwoch 13 Menschen getötet und 14 weitere verletzt, darunter viele Kinder. Der lokale Fernsehsender Tolonews berichtete von mindestens 19 Toten bei einem Angriff in der Provinz Chost.

Aus Islamabad hiess es, nach Terroranschlägen in Pakistan in den vergangenen Tagen habe man Luftangriffe entlang der afghanisch-pakistanischen Grenze durchgeführt. Vier Ziele, darunter ein Trainingscamp und ein Waffendepot, seien vollständig zerstört worden, schrieb der pakistanische Informationsminister, Attaullah Tarar, auf der Plattform X. Dabei seien Terroristen getötet worden.

Die Angaben der Konfliktparteien liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

Seit dem Herbst des Vorjahres kommt es immer wieder zu Angriffen zwischen den Nachbarländern. Islamabad wirft Kabul vor, Terroristen zu beherbergen, die in Pakistan Angriffe verüben. Kabul bestreitet das. Vorübergehend herrschte in dem Konflikt eine Waffenruhe; seit Ende Februar spricht Pakistan von einem «offenen Krieg».

Erst am Dienstag waren bei Angriffen militanter Gruppen auf einen Kontrollposten in der pakistanischen Stadt Peshawar mehrere Sicherheitskräfte getötet worden, wie es aus pakistanischen Sicherheitskreisen hiess.

Bei einem besonders schweren pakistanischen Luftangriff wurde Mitte März eine Entzugsklinik in Kabul zerstört. Dabei kamen nach UN-Angaben 269 Menschen ums Leben. Menschenrechtler sprechen von möglichen Kriegsverbrechen.

Mehr zum Thema:

Kommentare

Weiterlesen

Müll
355 Interaktionen
«Noch nie so extrem»
Booking
16 Interaktionen
Hackerangriff

MEHR AUS STADT BERN

SC Bern
Nach 452 Spielen
Lena Allenspach
2 Interaktionen
«Höchste Zeit»
Hohe Ozonbelastung
Kanton Bern