Die Parlamentswahl in Russland ist vorbei. Putins Kremlpartei geht als Sieger hervor, die Kommunisten konnten jedoch zulegen.
Anna Stepanowna Politkowskaja
Der Kreml in Moskau. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • In Russland fanden Parlamentswahlen statt.
  • Die Kremlpartei Geeintes Russland ging als Siegerin aus den Wahlen hervor.

Die Kremlpartei Geeintes Russland hat trotz Verlusten die Parlamentswahl in Russland klar gewonnen. Sie kam nach Auszählung aller Stimmzettel auf 49,8 Prozent, wie die Zentrale Wahlkommission am Dienstag in Moskau mitteilte.

Die Kommunisten landeten demnach bei 18,9 Prozent, die Rechtspopulisten der LDPR des Ultranationalisten Wladimir Schirinowski bei 7,5 Prozent und die Partei Gerechtes Russland bei 7,4 Prozent. Knapp über der Fünf-Prozent-Hürde lag zudem die neue Partei Nowyje Ljudi (Deutsch: Neue Leute) mit 5,3 Prozent.

Kommunisten legten zu

Die Regierungspartei musste im Vergleich zur letzten Abstimmung vor fünf Jahren Verluste einstecken. Damals kam Geeintes Russland auf 54,20 Prozent der Stimmen. Die Kommunisten legten deutlich zu - sie waren vor fünf Jahren auf 13,35 Prozent gekommen.

Alle in der neuen Staatsduma vertretenen Parteien gelten als kremlnah. Kandidaten der Opposition um den inhaftierten Regierungsgegner Alexej Nawalny wurden nicht zugelassen. Sein Team sprach von massivem Wahlbetrug. Unabhängige Wahlbeobachter listeten Tausende Verstösse auf.

Stimmungstest für Putin

Für Präsident Wladimir Putin galt die auf drei Tage angesetzte Abstimmung angesichts verbreiteter Unzufriedenheit als ein wichtiger Stimmungstest - auch mit Blick auf die Präsidentenwahl 2024.

Die Wahlbeteiligung wurde mit 51,6 Prozent angegeben. Mehr als 110 Millionen Wahlberechtigte in Russland und im Ausland waren zur Stimmabgabe aufgerufen. Die Wahl ging am Sonntag zu Ende.

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