Hongkonger Aktivist Wong erwartet weiteres Urteil
Der in Hongkong inhaftierte Aktivist Joshua Wong steht in einem weiteren Verfahren vor einer Urteilsverkündung. Wie aus dem Gerichtskalender der chinesischen Sonderverwaltungsregion hervorging, setzte das Oberste Gericht für den 2. September Plädoyers und eine Urteilsverkündung an.

Hongkonger Medienberichten zufolge muss sich der 29-Jährige unter dem umstrittenen Nationalen Sicherheitsgesetz wegen Zusammenarbeit mit ausländischen Kräften verantworten.
Dem Studentenanführer und Gesicht der prodemokratischen Bewegung droht den Berichten zufolge im schlimmsten Fall eine lebenslange Haftstrafe. Die Strafverfolgung wirft ihm vor, zwischen Juli und November 2020 mit dem heute im Exil lebenden Aktivisten Nathan Law und weiteren Personen zusammengearbeitet zu haben, um andere Länder und ausländische Organisationen zu Sanktionen, Blockaden und anderen feindseligen Handlungen gegen Hongkong und China zu bewegen.
Im Juni vergangenen Jahres hatten ihn die Behörden in dem Fall formell festnehmen lassen. Wong sitzt bereits seit 2020 hinter Gittern und verbüsst derzeit noch eine Haftstrafe von vier Jahren und acht Monaten, zu der ihn ein Gericht im November 2024 im viel beachteten Prozess der «Hongkong 47» verurteilt hatte. Wong hatte sich in dem Fall, in dem es um eine inoffizielle Vorwahl für das Hongkonger Parlament im Jahr 2020 ging, schuldig bekannt.
Laut Kritikern richtet sich das Sicherheitsgesetz der früheren britischen Kronkolonie gegen die prodemokratische Opposition und Aktivitäten, welche Peking als umstürzlerisch, separatistisch, terroristisch oder verschwörerisch ansieht. 2020 trat es als Reaktion auf grosse Demonstrationen für mehr Demokratie in Kraft.










