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    FPÖ warnt vor Wählerbetrug – Rechtspopulisten sehen Auftrag

    Keystone-SDA
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    Österreich,

    Die FPÖ warnt nach ihrem Wahlsieg vor Wählerbetrug und sieht sich als Regierungspartei.

    Nationalratswahl in Österreich
    FPÖ-Chef Herbert Kickl ist als Sieger der Parlamentswahl in Österreich bester Dinge. (Archivbild) - dpa

    Die rechte FPÖ in Österreich warnt nach ihrem triumphalen Sieg bei der Nationalratswahl vor einem Wählerbetrug. Die anderen Parteien wie die ÖVP und die SPÖ würden sich so verhalten, als hätten sich die Wähler geirrt. Dies sagte FPÖ-Chef Herbert Kickl vor Gremiensitzungen der Partei.

    Die Botschaft der Wähler sei aber eindeutig. «Es geht um den Auftrag, eine Veränderung zum Positiven in diesem Land vorzunehmen», sah Kickl ein Regierungsmandat für die Rechtspopulisten. Bisher haben alle anderen Parteien eine Zusammenarbeit mit der FPÖ oder zumindest mit Kickl persönlich abgelehnt.

    Gespräche zur Koalitionsbildung stehen an

    In den kommenden Tagen will Bundespräsident Alexander Van der Bellen mit allen Parteichefs bilaterale Gespräche führen. Dies, um die Möglichkeiten zur Bildung einer Regierungskoalition auszuloten. Nach Angaben von Kickl wird er sich am Freitag mit dem Staatsoberhaupt treffen.

    Diesen Gesprächen sehe er «sehr, sehr gespannt» entgegen, sagte der 55-Jährige. Die FPÖ hatte am Sonntag rund 29 Prozent der Stimmen erhalten, die ÖVP etwa 26 Prozent, die SPÖ 21 Prozent. Damit wurden die Rechtspopulisten erstmals stärkste Kraft in der Alpenrepublik.

    Spannungen zwischen Van der Bellen und Kickl

    Das Verhältnis zwischen Van der Bellen, ehemals Vorsitzender der Grünen, und Kickl gilt als angespannt. Nach der Ibiza-Affäre entliess der Bundespräsident Kickl als Innenminister der damaligen ÖVP-FPÖ-Regierung.

    Ausserdem lässt Van der Bellen immer wieder zumindest indirekt seine Vorbehalte gegen die rechte FPÖ erkennen. Der FPÖ-Chef wiederum hatte das 80-jährige Staatsoberhaupt bei einer Aschermittwochsrede 2023 als «Mumie» und als «senil» bezeichnet.

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    Kommentare

    User #1553 (nicht angemeldet)

    Die FPÖ hat die Wählermehrheit, also wird sie mit der Regierungsbildung betraut. Warum die Verliereparteien meinen, hier das Maul so weit aufreissen zu dürfen, ist und bleibt demokratisch gesehen ein Unrecht.

    User #6258 (nicht angemeldet)

    Natürlich hat die FPÖ nach diesen Wahlen einen Regierungsanspruch, resp sogar einen Auftrag. Die FPÖ wurde demokratisch als stärkste Kraft gewählt. Punkt. Amen. Aus.

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