Ex-Konkurrenten stellen sich in Brasilien hinter Bolsonaro
Vor der Stichwahl in Brasilien erhält Bolsonaro Rückendeckung von zwei früheren Rivalen. Andere Kandidaten verweigern beiden Lagern ihre Unterstützung.

Der rechte Kandidat Flávio Bolsonaro hat vor der Stichwahl in Brasilien Unterstützung von zwei früheren Konkurrenten erhalten, meldet der «ORF». Ronaldo Caiado und Romeu Zema, die in der ersten Runde zusammen unter 2,5 Prozent holten, kündigten ihre Unterstützung an.
Andere unterlegene Kandidaten erklärten, dass sie weder Bolsonaro noch Amtsinhaber Lula unterstützen werden. Die Entscheidung zwischen Bolsonaro und Amtsinhaber Luiz Inácio Lula da Silva fällt am 25. Oktober.
Flávio Bolsonaro erhielt in der ersten Runde am Sonntag 47,04 Prozent der gültigen Stimmen, berichtet «amerika21». Sein Rivale Lula da Silva von der Arbeiterpartei kam mit 45,15 Prozent auf Platz zwei.
Bolsonaro gewinnt ersten Durchgang in Brasilien
Lula räumte laut «amerika21» ein, mit einem anderen Ergebnis gerechnet zu haben, und kündigte eine neue Kampagne an. Flávio Bolsonaro wertete seinen Vorsprung als Zeichen für einen politischen Wechsel und sprach vom Ende der PT-Ära.
Eine Datafolha-Umfrage vor der Wahl zeigt einen Vorteil für Bolsonaro bei den Wählern ausgeschiedener Kandidaten. Unter den Wählern von Renan Santos wollten 51 Prozent für Bolsonaro und 19 Prozent für Lula stimmen.

Der Politikwissenschaftler Oliver Stuenkel sieht Bolsonaro laut «T-Online» als klaren Favoriten für die Stichwahl am 25. Oktober. Lula müsse viele Wähler der ausgeschiedenen, im Grunde konservativen Bewerber gewinnen, das halte er jedoch für unwahrscheinlich.
Trump äussert sich zu Brasilien und Bolsonaro
US-Präsident Donald Trump reagierte laut «ORF» erfreut auf das Ergebnis für Bolsonaro in der ersten Runde.
Er sprach von einem grossen, wenn auch knappen Sieg und fügte hinzu, das Ergebnis sei unglaublich.
Vor der Abstimmung hatte Trump angekündigt, die Wahl in Brasilien sehr genau zu beobachten. Den Kandidaten Flávio Bolsonaro, Sohn des früheren Präsidenten Jair, hatte er allerdings nicht offen unterstützt.












