Ehemalige Präsidentschaftskandidatin in Ecuador verhaftet

    Keystone-SDA
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    Ecuador,

    In Ecuador ist die linke Oppositionspolitikerin und ehemalige Präsidentschaftskandidatin Luisa González nach Angaben ihrer Partei verhaftet worden. Die 48-Jährige wurde in den frühen Morgenstunden in ihrem Heimatort Canuto festgenommen, wie ihre Partei Revolución Ciudadana (RC) auf der Plattform X mitteilte. Die Partei sprach von «einem eindeutigen Akt staatlicher Verfolgung».

    Luisa González
    Luisa González. - keystone

    Die Generalstaatsanwaltschaft des südamerikanischen Landes hatte lediglich bestätigt, dass es drei Festnahmen gegeben habe – im Zuge von Ermittlungen zu Unregelmässigkeiten bei Wahlwerbung und möglicher Geldwäsche. Namen der Festgenommenen nannte die Anklagebehörde nicht. Später folgte dann eine indirekte Bestätigung durch Innenminister John Reimberg, der González' Festnahme im Zusammenhang mit zwei Gefängnisrevolten im Land erwähnte.

    González meldete sich im Laufe des Tages selbst zu Wort: «Heute bin ich an der Reihe, aufgrund einer absurden Anschuldigung festgenommen zu werden», schrieb sie auf X. Sie bezeichnete die Regierung des Mitte-Rechts-Präsidenten Daniel Noboa als «Diktatur», in welcher «Angriffe auf die Freiheiten und politische Verfolgung zur ständigen Wirklichkeit» geworden seien.

    Die Rechtsanwältin gilt als Gefolgsfrau von Ex-Präsident Rafael Correa, der die Festnahme auf X zuerst publik gemacht hatte: «Sie haben Luisa González verhaftet. Es reicht!», schrieb der Politiker, der die Geschicke Ecuadors von 2007 bis 2017 gelenkt hatte. Die aktuelle RC-Vorsitzende Gabriela Rivadeneira sprach von einer «Entführung» und rief zu Solidaritätskundgebungen auf.

    In wenigen Wochen stehen in Ecuador Kommunalwahlen an, bei denen sich González als Verwaltungschefin ihrer Heimatprovinz Manabí bewerben wollte. Ihre Kandidatur wurde aber von einem Wahlgericht untersagt. Vorausgegangen war ein entsprechender Antrag der Staatsanwaltschaft. Diese vermutet nach eigenen Angaben, dass zwecks Finanzierung von González' Kampagne zur Präsidentschaftswahl 2023 illegale Gelder aus Venezuela flossen.

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