Deutschland: Plan gegen sexualisierte Digitalgewalt gefordert

    Keystone-SDA
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    Die Grünen-Politikerin Ricarda Lang hat gemeinsam mit anderen prominenten deutschen Frauen einen Forderungskatalog gegen sexualisierte digitale Gewalt aufgestellt.

    Deepfakes Skandal
    Ein Skandal um Deepfakes hat die EU-Gesetzgebung ins Rollen gebracht – KI-Anwendungen für sexualisierte Inhalte sollen künftig verboten sein. (Symbolbild) - depositphotos

    Kern ist, die Erstellung und Verbreitung sogenannter sexualisierter Deepfakes unter Strafe zu stellen und sogenannte Nudify-Apps zu verbieten, mit denen solche gefälschten Sexbilder erstellt werden können. Zuerst hatte der «Spiegel» darüber berichtet.

    Internetplattformen sollen zudem verpflichtet werden, sexualisierte Deepfakes schnell zu entfernen, wie es weiter hiess. Betroffene sollten klare Rechtsansprüche auf Löschung, Auskunft und Identifizierung der Täter bekommen.

    Hintergrund der aktuellen Diskussion sind schwere Vorwürfe der Moderatorin und Schauspielerin Collien Fernandes gegen ihren Ex-Partner, den Schauspieler Christian Ulmen, über die zuerst der «Spiegel» berichtet hatte.

    Am Sonntag hatten Tausende in Berlin an einer Demonstration mit dem Titel «Gegen sexualisierte digitale Gewalt – Solidarität mit allen Opfern» teilgenommen. Die Kundgebung am Brandenburger Tor fand nach Angaben der Veranstalter wegen der aktuellen Diskussion in Solidarität mit Fernandes statt.

    Ulmens Anwalt Christian Schertz kündigte rechtliche Schritte gegen die Berichterstattung über die Vorwürfe an, bei der es sich «in grossen Teilen um eine unzulässige Verdachtsberichterstattung» handle. Zudem würden «unwahre Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung verbreitet».

    «Der Fall von Collien Fernandes ist kein Einzelfall», sagte Lang der Deutschen Presse-Agentur (dpa). «Soziale Medien und neue Technologien wie KI bieten zudem neue Möglichkeiten, um Frauen im Netz blosszustellen und zu unterdrücken.» Diese Welle des Frauenhasses sei zu lange relativiert und ignoriert worden.

    Nicht nur Prominente seien betroffen, sondern etwa auch Frauen nach einer Scheidung bis hin zu Schülerinnen, deren Bilder auf dem Pausenhof herumgereicht würden, warnte Lang. «Wir wollen, dass Deutschland von einem Täterparadies zu einem Land wird, in dem Frauen in ihrer Würde und ihrer Freiheit geschützt sind.»

    In dem Zehn-Punkte-Katalog, den Lang mit der Autorin Düzen Tekkal und der Aktivistin Kristina Lunz aufgestellt hatte, werden diverse weitere Punkte gefordert: das Prinzip «Ja heisst Ja» im Sexualstrafrecht zu verankern; eine «nationale Strategie zur Bekämpfung männlicher Gewalt» aufzulegen; spezialisierte Gerichte und Staatsanwaltschaften einzuführen; den Straftatbestand des Femizid ins Strafgesetzbuch zu schreiben; die Erstellung und Verbreitung von voyeuristischen Aufnahmen unter Strafe zu stellen.

    Dazu wird kurzfristig ein Treffen mit der Regierung des christdemokratischen Kanzlers Friedrich Merz verlangt.

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    Kommentare

    User #4044 (nicht angemeldet)

    "Digitalgewalt" - macht euch doch nicht lächerlich.

    User #1839 (nicht angemeldet)

    Nur noch wischi waschi gesetzte aber die grossen probleme kehrt man unter den tisch

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