China weist Kritik Deutschlands und Frankreichs an Vorgehen gegen Uiguren zurück

    AFP
    AFP

    China,

    Die chinesische Regierung hat die Kritik Deutschlands und Frankreichs an ihrem Vorgehen gegen die muslimischen Minderheit der Uiguren in der Provinz Xinjiang zurückgewiesen.

    China Köppel
    Chinesisches Lager in der Region Xinjiang - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Peking wehrt sich gegen Einmischung in «rein innere Angelegenheiten».

    Es handle sich dabei um «rein innere Angelegenheiten Chinas», erklärte ein Sprecher des Aussenministeriums in Peking am Donnerstag. Die Regionalregierung in Xinjiang habe «Anti-Terror- und Anti-Extremismus-Massnahmen» ergriffen, die «über jede Kritik erhaben» seien. Die Massnahmen hätten zudem einen «bemerkenswerten Erfolg» erzielt.

    Geheim eingestufte Regierungsdokumente, die dem Internationalen Konsortium investigativer Journalisten (ICIJ) zugespielt wurden und am Sonntag von 17 internationalen Medien veröffentlicht wurden, dokumentieren die unmenschlichen Haftbedingungen in Lagern in der Provinz Xinjiang. Insbesondere widerlegen die unter dem Namen «China Cables» veröffentlichten Dokumente Pekings Darstellung, wonach es sich bei den Lagern um freiwillig besuchte «Bildungszentren» handele.

    Chinesische Beamte haben den Dokumenten zufolge Anweisung, Insassen pausenlos zu überwachen, um sie an einer möglichen Flucht zu hindern. Die Insassen dürfen demnach keine Mobiltelefone besitzen und keinen Kontakt untereinander oder zur Aussenwelt unterhalten.

    Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte am Mittwoch verkündet, sie unterstütze die Verurteilung von Menschenrechtsverstössen in der Regino durch die EU. Sie griff zudem Forderungen auf, wonach UN-Vertretern Zugang zu der abgeschotteten Region gewährt werden solle. Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron rief die chinesische Regierung dazu auf, «die willkürlichen Masseninhaftierungen zu beenden».

    Die chinesische Regionalregierung der Provinz Xinjiang hatte bereits am Mittwoch erklärt, bei den Lagern handele es sich «definitiv nicht um Konzentrationslager». Die Insassen würden in ihrer persönlichen Freiheit nicht beschränkt.

    Mehr als eine Million Uiguren und andere Muslime befinden sich Menschenrechtsaktivisten zufolge in den Lagern. Nachdem die Regierung in Peking die Existenz der Lager zunächst bestritten hatte, spricht sie heute von «Berufsbildungszentren» zur Deradikalisierung.

    Kommentare

    Weiterlesen

    gg
    46 Interaktionen
    Welt-Neuheit
    KI
    276 Interaktionen
    Gefahr

    MEHR IN POLITIK

    Friedrich Merz
    Deutschland
    11 Interaktionen
    Paris
    Bern/Neu Delhi
    Wegwerf-Agenten
    2 Interaktionen
    Deutschland

    MEHR AUS CHINA

    Djokovic
    3 Interaktionen
    Zverev gebodigt
    1 Interaktionen
    Peking/Washington
    DeepSeek
    3 Interaktionen
    TileLang
    7 Interaktionen
    Peking