Berichte: Bin-Laden-Sohn Hamsa getötet

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    USA,

    Ein Sohn von Al-Kaida-Gründer Osama bin Laden und mutmasslicher Anführer des Terrornetzwerks ist Medienberichten zufolge getötet worden.

    Hamza bin Laden
    Hamza bin Laden. (Archivbild) - FEDERATION FOR DEFENSE OF DEMOCRACIES/AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Washington betrachtete jungen Mann als einen der Al-Kaida-Anführer.

    Die «New York Times» berichtete am Mittwoch unter Berufung auf zwei US-Regierungsvertreter, Hamsa bin Laden sei bei einer Operation unter US-Beteiligung getötet worden. Zuvor hatte der Sender NBC News unter Berufung auf drei Regierungsvertreter berichtet, es lägen Geheimdienstinformationen über den Tod des etwa 30-Jährigen vor.

    Genauere Angaben zum Ort und Zeitpunkt des Todes wurden nicht gemacht. Laut «New York Times» wurde Hamsa bin Laden innerhalb der vergangenen beiden Jahre getötet.

    US-Präsident Donald Trump lehnte auf Nachfrage eine Stellungnahme ab. «Ich möchte das nicht kommentieren», sagte er vor Journalisten im Weissen Haus.

    Die USA hatten im Februar eine Million Dollar Belohnung auf Hinweise zum Aufenthaltsort des Bin-Laden-Sohn ausgesetzt. Dieser habe sich «zu einem der Anführer» des Terrornetzwerks Al-Kaida entwickelt, erklärte das Aussenministerium damals. Die Berichte von «New York Times» und NBC News legen nahe, dass Hamsa bin Laden zu diesem Zeitpunkt womöglich bereits tot war.

    In den vergangenen Jahren hatte es immer wieder Gerüchte gegeben, wonach sich Hamsa bin Laden in Pakistan, Afghanistan, Syrien oder dem Iran versteckt halte. Er galt als möglicher Nachfolger von Al-Kaida-Führer Aiman al-Sawahiri.

    Al-Kaida-Gründer Osama bin Laden war 2011 von US-Sondereinsatzkräften in seinem Versteck in Pakistan aufgespürt und getötet worden. Hamsa bin Laden ist das 15. von etwa 20 Kindern bin Ladens und Sohn von dessen dritter Frau.

    In den vergangenen Jahren tauchte Hamsa bin Laden verstärkt in der Al-Kaida-Propaganda auf. So verbreitete das Terrornetzwerk zum 16. Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001 eine Fotomontage, die die Gesichter von Osama und Hamsa bin Laden in den Flammen des New Yorker World Trade Centers zeigt.

    2015 rief Hamsa bin Laden die Dschihadisten in Syrien in einer Audiobotschaft zur Einheit auf, die zur «Befreiung Palästinas» führen werde. Im gleichen Jahr drohte er mit Anschlägen in den USA, Europa und aller Welt, um die Tötung seines Vaters zu rächen. Auch rief er zum Sturz der Monarchie in Saudi-Arabien auf, dem Heimatland seiner Familie.

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