Bericht: Merz gibt Russland Schuld für versuchten Drohnenangriff
Laut einem Bericht will Bundeskanzler Friedrich Merz Russland die Schuld für den versuchten Drohnenangriff in Leipzig geben. Es seien Sanktionen geplant.

Das Wichtigste in Kürze
- Deutschland will laut einem Bericht Anfang kommender Woche Sanktionen gegen Russland verkünden.
- Hintergrund ist ein versuchter Drohnenangriff auf dem Gelände des Flughafens in Leipzig.
- US-Geheimdienste sehen Verbindungen des Vorfalls nach Russland.
Der deutsche Kanzler Friedrich Merz will offenbar Russland die Schuld für den versuchten Drohnenangriff in Leipzig geben. Das berichten die Medien «Politico» und «Welt am Sonntag» von «Axel Springer».
Gestützt ist der Bericht auf Aussagen dreier Beamte, die mit der Sache vertraut sind und anonym bleiben wollen.
Laut dem Bericht plant Deutschland «weitreichende» Sanktionen gegen Russland. Die Massnahmen sollen voraussichtlich Anfang kommende Woche verkündet werden. Möglicherweise auch schon früher.
Kanzler Merz kündigte an, dass Täter «dafür bezahlen» werden
Weitere Details zu den offenbar geplanten Massnahmen geben die Beamten im Bericht nicht bekannt.
Am Dienstag treffen sich die Aussenminister der EU in Irland. Mit seinen Sanktionen würde Deutschland seine Haltung gegenüber dem Kreml verschärfen, heisst es.

Diesen Dienstag kündigte Kanzler Merz bereits an, dass der Vorfall in Leipzig Konsequenzen haben werden. Die Täter hybrider Angriffe würden «dafür bezahlen», sagte er – ohne dabei eine konkrete Täterschaft zu nennen.
Am 4. August entdeckten die deutschen Behörden eine Drohne mit Sprengstoff auf dem Gelände des Flughafens Leipzig/Halle. Mutmassliches Ziel: eine ukrainische Militär-Frachtmaschine.
US-Geheimdienste vermuten Russland hinter Vorfall in Leipzig
In der Folge wurde der Flughafen vorübergehend gesperrt.

Recherchen von WDR, NDR und der «Süddeutschen Zeitung» zufolge entdeckten Ermittler zehn Tage nach dem Vorfall eine dritte Drohne.
Das «Wall Street Journal» enthüllte US-Geheimdienstinformationen, wonach es beim Leipziger Vorfall Verbindungen zu Russland gebe. Der Kreml stritt dies bislang ab.












