Berater: USA haben aus Ukraine nicht gelernt
Ein ukrainischer Berater kritisiert, dass die USA billige Drohnen mit teuren Patriot-Raketen abwehren. Wolodymyr Selenskyj bietet günstige Abfangdrohnen an.

Das Wichtigste in Kürze
- Ein ukrainischer Berater sagt, die USA hätten nicht aus dem Krieg gelernt.
- Sie zerstören billige Shahed-Drohnen mit teuren Patriot-Raketen.
- Washington habe aus dem Ukraine-Krieg nicht gelernt.
Im Iran-Krieg sehen sich die USA mit Angriffen iranischer Billigdrohnen konfrontiert. Die Ukraine hat 200 Militärberater in die Golfregion geschickt, um bei deren Abwehr zu helfen. Denn mit dem Kampf gegen iranische und russische Billigdrohnen haben sie viel Erfahrung.
Gegenüber der «Times» hat sich nun einer der Berater geäussert und schockiert über die Amerikaner gezeigt: «Ich verstehe nicht, was sie gemacht haben, was sie sich die letzten vier Jahre angeschaut haben, während wir kämpften.» Denn sie würden grosse und teure Fehler machen.
«Sie feuern gedankenlos», sagt der Berater. So wehrten die USA Shahed-Drohnen mit Patriot-Flugabwehrraketen ab.
Und finanziell geht das nicht auf: Eine einzelne Patriot-Rakete kostet bis zu sechs Millionen Dollar, eine Shahed-Drohne bloss 70'000 Dollar. Langfristig geht das nicht auf. Wie die «Times» berichtet, verschossen die USA in vier Kriegstagen fast so viele Patriot-Raketen wie die Ukraine in vier Kriegsjahren.
Selenskyj bietet günstige Abfangdrohnen an
Laut Angaben aus Kiew fängt die Ukraine rund 90 Prozent der russischen und iranischen Drohnen ab. Dafür werden grösstenteils billige Abfangdrohnen mit Produktionskosten von rund 3000 Dollar verwendet. Wolodymyr Selenskyj sagte jüngst, sein Land produziere täglich rund 2000 davon, brauche aber nur die Hälfte. Die restlichen 1000 Stücke pro Tag könne man den Verbündeten in der Golfregion anbieten.
Bislang richteten die Golfstaaten ihre Abwehrvorbereitungen auf Kurz- und Mittelstreckenraketen aus. Um diese abzufangen, braucht es meist teure Systeme, was, sollte der Iran-Krieg andauern, zu einem Problem werden könnte.
Derweil konnte der Iran mit seinen Billigdrohnen einige Erfolge auch gegen die Amerikaner feiern. So wurden ein Radarsystem im Wert von 300 Millionen Dollar zerstört und ein mehrere Milliarden teures Frühwarnsystem beschädigt.
Der ukrainische Berater findet das wenig überraschend und wirft den Amerikanern Unachtsamkeit vor: «Zwei Monate lang standen die Radare am gleichen Ort. Dann kamen die drei Shaheds für 70'000 Dollar und das war's.»



















