Krieg

    Baerbock wendet sich an Lawrow: Beenden Sie jetzt den Krieg

    Keystone-SDA
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    Brasilien,

    Aussenministerin Annalena Baerbock hat sich beim Treffen der G20 an ihren russischen Kollegen Sergej Lawrow gewandt und ein Ende des Krieges verlangt.

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    Bundesaussenministerin Baerbock (l) und ihr russischer Amtskollege Lawrow (r) in Rio. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa - sda - Keystone/dpa/Bernd von Jutrczenka

    «Wenn Ihnen Menschenleben am Herzen liegen, wenn Ihnen Ihr eigenes Volk am Herzen liegt, russische Kinder und Jugendliche, müssen Sie diesen Krieg jetzt beenden», sagte die Grünen-Politikerin Annalena Baerbock am Mittwoch im brasilianischen Rio de Janeiro direkt an Lawrow gewandt, der drei Plätze links von ihr sass. «Wenn Russland diesen Krieg jetzt beenden würde, wäre morgen der Weg zum Frieden und zur Gerechtigkeit weit offen», fügte sie hinzu.

    Lawrow sass in der G20-Runde rechts von seinem saudi-arabischen Kollegen Prinz Faisal bin Farhan al-Saud und links von der mexikanischen Aussenministerin Alicia Bárcena Ibarra platziert. Neben der Mexikanerin sass der Vertreter Italiens, dann kam Baerbock.

    Kriege und Krisen gemeinsam angehen

    An die anderen Mitglieder der Runde gerichtet appellierte Baerbock: «Wenn wir eine „gerechte Welt“ aufbauen wollen, müssen wir Kriege und Krisen gemeinsam angehen. Entschlossen, respektvoll und mit der Bereitschaft zur Selbstreflexion.»

    Sie respektiere die unterschiedlichen Perspektiven zum Krieg in der Ukraine. Ein Land, das 10'000 Kilometer von Kiew entfernt sei, empfinde eine andere Bedrohung der Sicherheit als ein Land in Europa.

    Aber «Russlands Aggression ist mehr als ein regionaler Konflikt», mahnte Baerbock. Der russische Angriffskrieg «fordert uns alle auf, die Grundprinzipien, die uns alle schützen, entschlossen zu verteidigen: die Charta der Vereinten Nationen, das Völkerrecht und die Menschenrechte. Diese Prinzipien schützen alle Nationen, egal wie gross oder klein.»

    g20
    G20 2024 findet in Rio de Janeiro statt. (Keystone) - Keystone

    Der G20-Runde gehören neben Deutschland, Frankreich und den USA unter anderem auch Russland und China an. Die G20 steht für etwa 80 Prozent der weltweiten Wirtschaftskraft und 60 Prozent der Weltbevölkerung. Brasilien hat aktuell den Vorsitz.

    Vor dem Hintergrund breiter Kritik am militärischen Vorgehen Israels gegen die islamistische Hamas und dem humanitären Leid der Zivilbevölkerung in Gaza forderte Baerbock eine humanitäre Pause, damit man auf einen nachhaltigen Waffenstillstand hinarbeiten könne. «Dieser Konflikt hat in vielen unserer Länder grosse Emotionen ausgelöst», sagte die Ministerin.

    Sie forderte ihre Zuhörer auf, den Schmerz auf beiden Seiten zu sehen und zu erkennen, «dass Menschlichkeit unteilbar ist». Deshalb sei eine Lösung nötig, die es Palästinensern und Israelis ermögliche, friedlich und in Sicherheit Seite an Seite zu leben – in zwei Staaten.

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