SVP

    Zwei SVP-Schwergewichte verzichten auf Bundesratskandidatur

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Bern,

    Die Reihen der gehandelten Kandidaturen für die Nachfolge des zurücktretenden SVP-Bundesrats Guy Parmelin lichten sich: Am Dienstag gaben der Solothurner SVP-Nationalrat Christian Imark und sein Thurgauer Ratskollege Pascal Schmid bekannt, nicht ins Rennen steigen zu wollen.

    Christian Imark Gletscher-Initiative
    Christian Imarkwill nicht in den Bundesrat. - keystone

    Pascal Schmid, der 50-jährige Asylchef der SVP, wolle sich auf seine Ständeratskandidatur konzentrieren, erklärte er in einem Interview mit den Titeln des Tamedia-Verlags. «Ich habe mit vielen verschiedenen Personen auf unterschiedlichen Ebenen und in verschiedenen Gremien gesprochen.» Nach einer umfassenden Lagebeurteilung sei sein Entscheid gefallen.

    Schmid, der erst seit drei Jahren im Nationalrat einsitzt, erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA, dass es nicht der richtige Zeitpunkt für eine Bundesratskandidatur sei. Das Amt stelle das Leben komplett auf den Kopf, so Schmid in den Tamedia-Zeitungen.

    Schmid erwähnte ausserdem, dass er sich vor fünf Jahren als Partner in einer Anwaltskanzlei selbständig gemacht habe. «Diese Tätigkeit ist mir sehr wichtig, ich bin da nah bei den Leuten», teilte Schmid weiter mit.

    Seinen Verzicht auf eine Kandidatur hatte zuvor bereits der Solothurner SVP-Nationalrat Christian Imark bekanntgegeben. Der 44-jährige Unternehmer begründet gegenüber SRF den Verzicht mit seiner familiären Situation. Seine zwei kleinen Kinder bräuchten ihren Vater, sagte er.

    Auch habe er noch laufende Projekte, ergänzte Imark am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Der Spezialist für Energiepolitik gehört seit November 2015 dem Nationalrat an.

    In der Wintersession wird das Parlament am 9. Dezember einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin für den scheidenden Bundesrat Guy Parmelin wählen. Die SVP beansprucht den frei werdenden Sitz für sich. Nominiert fürs offizielle «Ticket» werden Kandidatinnen und Kandidaten im Rahmen eines offiziellen Wahlvorschlags am 20. November durch die SVP-Bundeshausfraktion.

    Als Einzige hat bisher die Genfer Nationalrätin und SVP-Vizepräsidentin Céline Amaudruz ihr Interesse an einer Kandidatur angemeldet.

    Kommentare

    User #4317 (nicht angemeldet)

    Die SVP hat einen eklatanten Fachkräftemangel.

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