«Überzogene Regulierung des Bankenplatzes schadet Zürich massiv»
Quote: Christian Bretscher, Geschäftsführer Zürcher Bankenverband, sagt zur abgeschlossenen Vernehmlassung des Bundesrats über die Revision des Bankengesetzes und der Eigenmittelverordnung: «Die Stabilität des Finanzplatzes ist zentral für Vertrauen, Wachstum und die Finanzierung der Realwirtschaft. Neue regulatorische Eingriffe müssen deshalb gesamtheitlich geplant werden. Eine isolierte Beurteilung von Einzelmassnahmen ist unsinnig. Entscheidend ist vielmehr deren Wirkung im Zusammenspiel. Die Vorschläge des Bundesrates lassen eine saubere Folgenabschätzung vermissen. Vielmehr droht eine unkoordinierte Überregulierung, die den Finanzplatz schwächt, Investitionen verteuert und die Kreditvergabe an Unternehmen einschränkt. Für den international ausgerichteten Wirtschaftsraum Zürich ist es entscheidend, dass die Schweiz international anerkannte Standards beachtet und regulatorische Alleingänge vermeidet.»

Kontext:
Am 9. Januar 2026 ist die Vernehmlassungsfrist zur geplanten Revision des Bankengesetzes abgelaufen. Der Bundesrat will mit dem Massnahmenpaket Lehren aus der CS-Krise ziehen und die Stabilität des Finanzsystems weiter stärken. Zahlreiche Stellungnahmen aus Wirtschaft und Finanzbranche weisen jedoch darauf hin, dass unkoordiniert eingeführte neue Vorschriften empfindliche Auswirkungen auf Kreditversorgung, Investitionen und Wettbewerbsfähigkeit des Finanzplatzes haben können. Vor diesem Hintergrund sind Verhältnismässigkeit und internationale Abstimmung der Regulierung von zentraler Bedeutung.
Link zur Stellungnahme:
https://zuercher-bankenverband.ch/zbv/assets/uploads/2026/01/ZBV-Vernehmlassung-BankenG-ERV-251231.pdf
Kontakt: Christian Bretscher,
Geschäftsführer Zürcher Bankenverband
T: +41 43 244 55 83
Mail: [email protected]






