SVP-Nationalrätin Katja Stettler-Riem: «Ja, wir haben geheiratet!»
In den Nationalrat gewählt wurde sie als Katja Riem, neu politisiert sie als Katja Stettler-Riem. Dem BärnerBär erklärt die SVPlerin, was dahintersteckt.

Das Wichtigste in Kürze
- Der protokollierte Nachname verräts: SVP-Nationalrätin Katja Riem hat geheiratet und heisst darum jetzt Stettler-Riem.
- Das grosse Hochzeitsfest folge dann noch, verrät die Winzerin dem BärnerBär.
- Beim neuen Namen genannt zu werden sei noch etwas «komisch, aber immer auch schön».
2023 wurde SVPlerin Katja Riem aus Kiesen BE als jüngste Nationalrätin gewählt. Nach der Sommerpause figuriert sie in Ratsunterlagen als «Katja Stettler-Riem». Der Grund dafür ist naheliegend: Ihre Schwangerschaft – und natürlich ihr Partner Mario Stettler.
Im BärnerBär-Interview erzählt die «studierte Bäuerin», warum sie die «Namensänderung» nicht an die grosse Glocke hängen wollte. Und warum Doppelnamen in der Politik populär sind.

BärnerBär: Es konnte ja nicht lange verborgen bleiben: Sie werden Parlaments-intern unter neuem Namen geführt.
Katja Stettler-Riem: Ja, wir haben geheiratet! Wir werden bald Eltern, diesen Herbst. Deshalb fanden wir, wir machen die zivile Hochzeit relativ spontan noch diesen Sommer, im Juli. Es ist alles etwas schnell gegangen, aber es war wunderschön.
BärnerBär: Dann gratulieren wir nachträglich recht herzlich und wohl bald schon wieder – eigentlich hatten wir ja schon damit gerechnet, dass sie die Herbstsession auslassen.
Stettler-Riem: Nun, solange es noch gut geht, bin ich noch hier und es sieht im Moment so aus, dass ich die Herbstsession noch fertig machen kann. In der Wintersession werde ich dann wohl fehlen und nur für die wichtigen Abstimmungen vorbeikommen: Wenn es um die EU geht und andere heikle Fragen.

BärnerBär: Aber zurück zum Namenswechsel: Das grosse Fest, das kommt dann schon noch?
Stettler-Riem: Genau, ja. Wir haben die zivile Hochzeit im kleinsten Rahmen gefeiert, mit den engsten Freunden und der Familie. Wir wollen dann aber nächstes Jahr sicher noch richtig feiern. Wir feiern gerne, da wollen wir uns ein Hochzeitsfest nicht entgehen lassen.
BärnerBär: Das sagen Sie jetzt natürlich als Winzerin.
Stettler-Riem: Selbstverständlich! (lacht)
BärnerBär: Wie ist das für Sie, wenn man Sie als «Frau Stettler» anspricht? Reagieren Sie schon jedes Mal?
Stettler-Riem: Es ist immer noch sehr speziell. Das braucht wohl noch einige Zeit, um sich umzugewöhnen. In der Politik läuft halt viel über den Namen und da dauert es einige Zeit, bis man sich umgewöhnt hat. Im Moment ist es noch eher komisch, aber immer auch schön, wenn man es wieder merkt.

BärnerBär: Auch die Wählenden müssen sich umgewöhnen.
Stettler-Riem: Das ist wahrscheinlich der Grund, warum im Parlament die Doppelnamen ziemlich beliebt sind. Einfachheitshalber würde man sich wohl auf einen Namen fokussieren. Aber damit ein gewisser Wiedererkennungswert vorhanden bleibt, werde auch ich den Doppelnamen brauchen.
BärnerBär: Das ist also der Grund für den Namen mit Bindestrich – nicht, dass sie nicht loslassen könnten vom Ledignamen «Riem»?
Stettler-Riem: Das, und hinzu kommt noch der Betrieb, der den Namen auch trägt. Entsprechend gibt es gute Gründe, den Doppelnamen einzusetzen.












