Parlamentarier müssen nicht auf GA der 1. Klasse verzichten

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Parlamentarier werden auch künftig ein GA der 1. Klasse erhalten. Ein Vorstoss von Lukas Reimann (SVP/SG) wurde bachab geschickt.

    Lukas Reimann Junge SVP
    SVP-Nationalrat Lukas Reimann war auch acht Jahre lang Präsident der Jungens SVP und unterstützt deren Belangen bis heute. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Lukas Reimann (SVP/SG) forderte in einer Motion, dass Politiker nur noch ein GA der 2. Klasse erhalten sollten.
    • Der Vorstoss wurde mit 28 Ja- zu 154 Nein-Stimmen abgelehnt.

    Parlamentarierinnen und Parlamentarier aus dem National- und Ständerat müssen nicht auf ein Generalabonnement der 1. Klasse verzichten. Der Nationalrat hat am Donnerstag eine Motion von Lukas Reimann (SVP/SG) versenkt.

    «Arbeiten in 2. Klasse nicht möglich»

    Mit dem Klassenwechsel könnten bei den Parlamentariern jährlich rund 600'000 Franken eingespart werden, erklärte Reimann im Rat. Er erhoffte sich von seinem Vorstoss jedoch nicht nur Kosteneinsparungen, sondern auch mehr Volksnähe von Politikern mit der Bevölkerung, wenn sie in der 2. Klasse unterwegs sind.

    Reimann zielte auch auf die Verwaltung ab. Kaderangestellten des Bundes sollte ebenfalls nur noch ein GA der 2. Klasse vergütet werden. Im Rat fand Reimann wenig Gehör. Sein Vorstoss erlitt mit 28 Ja- zu 154 Nein-Stimmen Schiffbruch.

    Verkehrsministerin Doris Leuthard verzichtete auf eine Erklärung im Rat. In seiner schriftlichen Antwort schreibt der Bundesrat, die geltende Reisespesenregelung sei für den Bund eine kostengünstige Möglichkeit, die Dienstreisen pauschal und mit geringem Aufwand zu entgelten. In der 2. Klasse sei es «wegen der dichteren Belegung» und dem «höheren Lärmpegel» zudem nicht möglich, während der Reise zu arbeiten.

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