Nationalrat

    Nationalrat debattiert über Zukunftsinitiative der Juso

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Bern,

    Sollen Millionen-Erbschaften künftig zugunsten des Klimas besteuert werden? Dies diskutiert der Nationalrat. Anlass dazu ist die Zukunftsinitiative der Juso.

    Bundeshaus in Bern
    Der Bundesrat strebt eine effektivere und rechtssichere grenzüberschreitende Strafverfolgung an. (Archivbild) - bern welcome

    Das Wichtigste in Kürze

    • Im Nationalrat wird in diesen Tagen über die Zukunftsinitiative der Juso debattiert.
    • Die Initiative fordert eine Besteuerung auf hohe Nachlässe und Schenkungen.
    • Die Gegnerschaft hat sich bereits formiert.

    Der Nationalrat hat die Diskussion aufgenommen zur Frage, ob Millionen-Erbschaften künftig zugunsten des Klimas besteuert werden sollen. Anlass dazu ist die Zukunftsinitiative der Juso, die schon vor den Ratsdebatten ungewöhnlich viel Kritik ausgelöst hat.

    Lange Debatte im Nationalrat

    Der Nationalrat hat den Mittwochnachmittag und zwei weitere Tage für die Diskussion reserviert. «Für eine soziale Klimapolitik – steuerlich gerecht finanziert (Initiative für eine Zukunft)» lautet die Juso-Initiative.

    Über sechzig Einzelrednerinnen und Einzelredner wollen sprechen. Sieben Stunden Debatte stehen laut Ratspräsidentin Maja Riniker (FDP/AG) bevor.

    Klimaschutz soll profitieren

    Die Initiative fordert eine Besteuerung von 50 Prozent auf Nachlässen und Schenkungen von mehr als 50 Millionen Franken. Die Einnahmen sollen in den Klimaschutz investiert werden.

    Unternehmen befürchten, dass die Nachfolge in Familienbetrieben durch die hohe Steuer erschwert oder verunmöglicht würde.

    Wirst du die Erbschaftssteuerinitiative der Juso annehmen?

    Bei der Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK-N) kam die Initiative schlecht an. Sie beschloss mit deutlichem Mehr ein Nein und will auch keinen Gegenvorschlag. Die Initiative habe «potenziell massive negative Folgen für die Schweizer Wirtschaft und die öffentlichen Finanzen», schrieb die Kommission.

    Gegnerschaft ist formatiert

    Die Gegnerschaft hat sich bereits formiert: Vertreterinnen und Vertreter von fünf Bundeshausfraktionen und der Wirtschaft warnen vor hohen Steuerausfällen bei einem Ja zur Initiative.

    Auch der Bundesrat lehnt die Initiative ab. Unternehmer und auch sehr Reiche würden die Schweiz verlassen, machen die Gegner geltend.

    SP und Grüne sind Unterstützer der Initiative. Ihre Vertreterinnen und Vertreter haben mehrere Anträge für einen Gegenvorschlag für eine in der Verfassung verankerte Zukunftssteuer eingereicht. Gefordert werden darin Vermögens- respektive Erbschaftssteuern von natürlichen Personen, zugunsten des Klimaschutzes.

    Kommentare

    User #4337 (nicht angemeldet)

    Wieder so eine mögliche Neidsteuer, wie die Eigenmietwert-Neidsteuer.

    User #1392 (nicht angemeldet)

    Wir stimmen ab ,wir haben das letzte Wort ! Wisst ihr eigentlich das ihr Schuld seid, dass wir keine Arbeit haben, ohne Arbeit kein Geld. Also überlegt es euch gut! Auch die Juso sind gewohnt besser zu leben und zu verdienen! Sonst könnte man jetzt in der Kriese nicht so was vordern!

    Weiterlesen

    erbschaftssteuer
    22 Interaktionen
    Juso
    Yannick Berner
    19 Interaktionen
    Gastbeitrag
    Karin Keller-Sutter
    23 Interaktionen
    Klima
    Betreutes Wohnen
    Betreutes Wohnen

    MEHR NATIONALRAT

    8 Interaktionen
    Bern
    nationalrat.
    3 Interaktionen
    Bern
    4 Interaktionen
    Bern
    Nationalrat
    1 Interaktionen
    Empfehlung

    MEHR AUS STADT BERN

    YB
    Kopfball-Tor
    Aline Trede
    7 Interaktionen
    Aline Trede
    Rendez vous Bundesplatz Bern
    Rendez-vous Bundesplatz
    Unihockey
    Emmental