Massentierhaltungsinitiative

    Massentierhaltungsinitiative: JSVP plündert Fleischregal im Coop

    Elisa Jeanneret
    Elisa Jeanneret

    Bern,

    Die Junge SVP kämpft gegen die Massentierhaltungsinitiative. Um die Folgen dieser zu veranschaulichen, hat sie das Fleischregal in einem Coop leergekauft.

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    Die Junge SVP will ein Nein zur Massentierhaltungsinitiative bewirken. - zVg

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Massentierhaltungsinitiative will Bio-Standards für Tierhaltung einführen.
    • Gegner befürchten, dass Fleisch teurer würde und viele Landwirte nicht mithalten könnten.
    • Die Junge SVP hat für 1880 Franken die Fleischregale einer Coop-Filiale halb leergekauft.

    «Tierhaltungsinitiative: Du willst wissen, was passiert? Komm mit!» Im Tiktok-Style wollen David Trachsel und Stephanie Gartenmann die Folgen der Massentierhaltungsinitiative veranschaulichen. Die beiden JSVPler, er Präsident, sie Mitglied der Parteileitung, wollen ein Ja verhindern.

    Fleisch Massentierhaltungsinitiative
    Die Massentierhaltungsinitiative würde in der Schweiz nur noch Fleischproduktion nach Bio-Standards zulassen. - Keystone

    Also gehen sie ins Coop im Bahnhof Bern, eine gut besuchte Filiale im Herzen der Bundesstadt. Und kaufen das halbe Fleischregal – 1880 Franken habe dies gekostet, bestätigt Trachsel auf Anfrage.

    Die Message: Wenn wir diese Initiative annehmen, bleibt uns im Coop nur noch «teures Biofleisch und Fleisch aus dem Ausland, aus Massenproduktion». Anschliessend verteilen die Jungpolitiker das Fleisch vor der Filiale gratis und erklären ihre Aktion.

    Massentierhaltungsinitiative Sentience
    Mitglieder des Ja-Komitees zur Massentierhaltungsinitiative: Kampagnenleiter Philipp Ryf, zweiter von rechts, ist auch Co-Präsident von «Sentience Politics», einer Organisation für Tierrechte. - Keystone

    Wobei eine Aussage im Video nicht ganz stimmt: Um zu verhindern, dass Billigimporte aus dem Ausland die Lücke im Detailhandel füllen, haben die Initianten extra eine Klausel eingebaut. Laut Initiativtext soll der Bund Vorschriften über die Einfuhr von Tieren und Tierprodukten zu Ernährungszwecken erlassen können. Er müsste also Importe von ausländischem Fleisch, das nicht nach Schweizer Standards (nach Annahme der Initiative) produziert wurde, verbieten.

    Trotzdem könnte das Argument leerer Regale und hoher Preise die Konsumentinnen und Konsumenten überzeugen. Schon früh im Abstimmungskampf hat der Bauernverband eine Studie zu den Folgen der Massentierhaltungsinitiative veröffentlicht. Diese prognostizierte eine Preisexplosion bei Tierprodukten und einen starken Rückgang der Selbstversorgung.

    Unterstützen Sie die Massentierhaltungsinitiative?

    Auf Anfrage will sich Coop nicht zur Aktion der Jungpartei äussern. Was die Massentierhaltungsinitiative betreffe, vertrete die Detailhändlerin die Meinung der Interessengemeinschaft Detailhandel. Diese hält die Initiative laut Positionspapier «für nicht zielführend».

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