Markus Ritter

    Markus Ritter: «Im Bundesrat musst du 60 bis 80 Stunden arbeiten»

    Keystone-SDA
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    Stadt St. Gallen,

    Markus Ritter führt das Fehlen von Kandidaturen aus den Städten auf die hohe Arbeitsbelastung zurück. Als Bundesrat müsse man 60 bis 80 Stunden arbeiten.

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    Nationalrat Markus Ritter an einer Medienorientierung der Mitte des Kantons St. Gallen zu seiner Kandidatur für den Bundesrat. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Markus Ritter will Bundesrat werden.
    • In diesem Amt sei die Arbeitsbelastung hoch – man müsse «60 bis 80 Stunden arbeiten».
    • Als Präsident des Bauernverbands sei er es sich aber gewohnt, das ganze Jahr zu arbeiten.

    Der St. Galler Mitte-Nationalrat Markus Ritter hat die Situation um die Nachfolge von Bundesrätin Viola Amherd als schwierig bezeichnet.

    «Das ist jetzt die neunte Bundesratswahl, die ich miterlebe. Aber eine solche Ausgangslage habe ich noch nie gesehen», sagte er zu «Tamedia».

    Der Knackpunkt sei die Führung des Verteidigungsdepartements (VBS), das laut ihm jemanden brauche, der hinstehen und Verantwortung übernehmen wolle.

    Nach all den Absagen, besonders jener von Martin Candinas, habe er sich gefragt, ob er diese Person sei. Die Antwort kenne man nun ja.

    Ritter bedauerte das Fehlen von Kandidaturen aus den Städten. Dies könnte mit der hohen Arbeitsbelastung zusammenhängen: «Im Bundesrat musst du 60 bis 80 Stunden arbeiten und präsent sein, anders geht es nicht», sagte er den «Tamedia-Zeitungen».

    Er selbst sei sich als Präsident des Schweizer Bauernverbands und Nationalrat gewohnt, das ganze Jahr über zu arbeiten. Dies fast ohne Unterbrechung.

    Ritter: Trump «ist unberechenbar»

    Zur sicherheitspolitischen Ausrichtung der Schweiz sprach sich Ritter für eine «bewaffnete Neutralität» aus. Die Schweiz solle sich aus Konflikten heraushalten. Besonders die Politik von US-Präsident Donald Trump bereite ihm Unbehagen.

    «Er ist unberechenbar, und er wird Europa unter Druck setzen», sagte Ritter. Angesichts der Konflikte zwischen den Grossmächten sei es wichtig, dass die Schweiz «unter dem Radar bleibt».

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    Markus Ritter bezeichnet Donald Trump als «unberechenbar». - keystone

    Mit Blick auf die internen Herausforderungen im VBS sprach Ritter auch die Kritik der Finanzdelegation des Parlaments an. Diese hatte bei mehreren Schlüsselprojekten von «besorgniserregenden Zuständen» berichte.

    Sollte er das Departement übernehmen, wolle er rasch handeln und den Mitarbeitern Vertrauen und Verantwortung übertragen. «Das Verteidigungsdepartement soll ein Ort sein, wo man stolz ist, arbeiten zu dürfen.»

    Glaubst du, dass Markus Ritter Bundesrat wird?

    Markus Ritter wurde 2011 als Präsident des St. Galler Bauernverbands in den Nationalrat gewählt. Seit 2012 führt er den Schweizer Bauernverband. Seine politische Laufbahn begann 1993 als Stadtrat von Altstätten SG.

    Nun möchte er, ebenso wie der Zuger Gesundheitsdirektor Martin Pfister, den Sitz der scheidenden Mitte-Bundesrätin Viola Amherd übernehmen.

    «Exzellente Kandidaten»

    «Wir haben zwei exzellente Kandidaten», erklärte Parteipräsident Gerhard Pfister im Rahmen einer Medienkonferenz. Entscheidungen gegen eine Kandidatur müssten respektiert werden, betonte er in Anspielung auf die zahlreichen Absagen anderer möglicher Bewerber.

    Über ihr Ticket für den 12. März entscheidet die Mitte-Fraktion in zweieinhalb Wochen, am 21. Februar. Gewählt wird das neue Bundesratsmitglied bis Ende 2027, also bis zum Ende der laufenden, vierjährigen Amtszeit.

    Kommentare

    User #2835 (nicht angemeldet)

    60 bis 80 Stunden ! Das ist ja wohl der grösste Witz !

    User #4323 (nicht angemeldet)

    Naja, für den Lohn, den ein BR monatlich bekommt, darf man schon vollen Einsatz erwarten. Das Bruttojahreseinkommen einer Bundesrätin oder eines Bundesrats beträgt 477'688 Franken (Stand 1. Januar 2025).

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