Historisches Museum Bern hinterfragt Mythos der Murtenschlacht

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Bern,

Das Bernische Historische Museum befasst sich in seiner neuen Ausstellung «Murten, ausgeschlachtet. Ein Sieg wird in Szene gesetzt» mit der Realität und der Inszenierung von Kriegen. Star der Schau ist ein Ausschnitt des Murtenpanoramas.

Der Star der Ausstellung ist eine liegende Rolle des berühmten Murten-Panoramabilds.
Der Star der Ausstellung ist eine liegende Rolle des berühmten Murten-Panoramabilds. - KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA VALLE

Erstmals seit der Expo.02 wird ein kleiner Teil des Panoramabilds der Murtenschlacht öffentlich gezeigt. Die Geschichte der Schlacht vom 22. Juni 1476 hat sich in das kollektive Gedächtnis der Schweiz eingebrannt. Sie wurde in den letzten Jahrhunderten immer wieder erzählt – immer wieder anders.

Anlässlich des Erinnerungsjahrs «550 Jahre Schlacht bei Murten» geht das Museum der Frage nach, wer die Geschichte von Kriegen schreibt und wem die Inszenierungen von Krieg nützen.

Besuchende können das berühmte Panorama auf einer 360-Grad-Leinwand vollständig betrachten. Diese digitale Version wird erstmals öffentlich präsentiert.

Weiter zeigt das Museum bei der Schlacht erbeutete Kriegstrophäen, die zu Kulturgütern wurden, etwa eine Caesar-Tapisserie.

Die Ausstellung dauert bis zum 9. Mai 2027.

Mehr zum Thema:

Kommentare

User #4371 (nicht angemeldet)

Als die Linke die Zuwanderung stoppen wollte In den 1960er-Jahren wachsen Bevölkerung und Wirtschaft in der Schweiz so stark wie nie zuvor – auch durch die vielen ausländischen Arbeitskräfte, ohne die der beispiellose Wirtschaftsboom nicht möglich wäre. Gleichzeitig breitet sich die Angst vor «Überfremdung» aus. Mit der Forderung nach einer Begrenzung der Zuwanderung greift der Schweizerische Gewerkschaftsbund diese Stimmung auf und prägt die politische Debatte nachhaltig. Neu ist die Kritik nicht. Bereits 1956 hat der Gewerkschaftsbund vor dem «beunruhigenden Total von 355'000 ausländischen Arbeitskräften» gewarnt. Beunruhigt ist man längst nicht nur wegen der Konkurrenz, die Schweizerinnen und Schweizern auf dem Arbeits- und dem Wohnungsmarkt erwächst – es geht um «Überfremdungsangst». Der «Zuzug ausländischer Arbeitskräfte» müsse einer Kontrolle unterstellt werden, schreibt der Schweizerische Gewerkschaftsbund in seinem Programm 1961, «um die politische, kulturelle und sprachliche Eigenart der Schweiz zu erhalten und eine Überfremdung zu verhindern». Subtil scheint dieser Fokus in einem Postulat durch, das Willi Ritschard 1962 im Nationalrat einreicht. Erst betont der spätere SP-Bundesrat allgemein die «Überfremdung unseres Landes», erst danach jene des Arbeitsmarktes, die «auch wirtschaftlich mehr und mehr problematisch wird.» auch das in Watson!

User #4371 (nicht angemeldet)

Strom vor Edison – wie ein Bündner Hotelier schneller war als die Glühbirne! Johannes Badrutt wollte den Gästen in seinem Hotel Kulm in St. Moritz etwas ganz Exklusives bieten. Er installierte das erste Wasserkraftwerk der Schweiz und brachte im Speisesaal die erste elektrische Lampe zum Leuchten – noch bevor Edison die Glühbirne erfand. Ein historisches Ereignis mit ungeahnten Folgen. Es ist der 18. Juli 1879 abends. Eine illustre Gästeschar von 100 Personen hat sich im grossen Speisesaal des Hotels Kulm in St. Moritz zum Diner eingefunden. Das Hotel ist die erste Adresse im Ort, wo sich sommers wie winters die anspruchsvolle Kundschaft vor allem aus England verwöhnen lässt. An diesen Sommerabend hält Johannes Badrutt eine besondere Überraschung bereit. Als die Gäste an der langen Table d’hôte Platz genommen haben und die Dämmerung einsetzt, schaltet er das Licht ein. Den Rest bei Wastson Hystory zu lesen

Weiterlesen

dubai
29 Interaktionen
Preise sinken
solothurn
162 Interaktionen
Solothurn

MEHR AUS STADT BERN

Rainer Maria Salzgeber YB
111 Interaktionen
«Tor-Differenz null»
Cordova
3 Interaktionen
Sturm-Abgang
Spitalzentrum Biel