Frankreich wollte laut Cassis nicht vorab über Schäden reden

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Frankreich hat vor dem G7-Gipfel von Évian keine Vereinbarung mit der Schweiz über die Aufteilung von Kosten nach allfälligen Ausschreitungen unterzeichnen wollen. Das sagte der Schweizer Aussenminister Ignazio Cassis am Montag in der Fragestunde des Nationalrats.

    Ignazio Cassis
    Bundesrat Ignazio Cassis, rechts, spricht mit Nationalrat Martin Bäumle, GLP-ZH, an der Sommersession der Eidgenössischen Räte, am Montag, 15. Juni 2026, in Bern. - keystone

    Frankreichs Behörden hätten eine solche Vereinbarung mit dem Argument abgelehnt, ein solcher Schritt könnte in der Öffentlichkeit als eine Form von Resignation vor Gewalt aufgefasst werden. Es sei nicht angebracht, bereits vor dem Gipfel einen Mechanismus zur Aufteilung allfälliger Schäden zu definieren, so die französischen Behörden laut Cassis.

    Die Schweiz habe Frankreich eine solche Vereinbarung vorgeschlagen. Es wäre nur darum gegangen, Schäden nach Ausschreitungen aufzuteilen. Cassis sagte auch, die Anstrengungen beider Staaten zielten darauf ab, Schäden rund um den am Montagabend beginnenden Gipfel zu vermeiden. Ein Sicherheitsdispositiv mit diesem Ziel sei von beiden Staaten in bester Zusammenarbeit erstellt worden.

    Cassis beantwortete mit diesen Aussagen gleich drei Fragen von Nationalratsmitgliedern zur möglichen Beteiligung Frankreichs an den Sicherheitskosten der Schweiz.

    Bereits im Jahr 2003 fand ein Gipfel, damals der G8 unter Einbezug Russlands, im französischen Évian-les-Bains statt. Es kam zu schweren Ausschreitungen in Genf mit massiven Sachbeschädigungen.

    Kommentare

    User #4297 (nicht angemeldet)

    Hier kuscht der Bundesrat eindeutig vor den Grossen der Welt, nicht nur vor Trump sondern auch vor Macron!!! Wie peinlich..... und kleinbürgerlich.

    User #4297 (nicht angemeldet)

    Bitte KEINE solchen internationalen Treffen in der CH anbieten bzw. organisieren, wenn vorab die teilnehmenden Ländern nicht bereit sind, sich an den Kosten zu beteiligen. Wenn sie sich weigern, dann sollen sie halt in andere Ländern abwandern. Die Schweizer Kuh einfach ständig melken, das GEHT GAR NICHT!!!

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