Die Ausbildungen für Assistenzhunde sollen verbessert werden
Organisationen, die Assistenzhunde ausbilden, sollen zertifiziert werden. Und für die vierbeinigen Helfer soll es je nach Verwendung spezifische Bezeichnungen geben. Damit will die zuständige Kommission des Nationalrates für Qualität bei der Ausbildung sorgen.

Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK-N) beantragt dem Nationalrat mit 17 zu 8 Stimmen, eine entsprechende Motion aus dem Ständerat an den Bundesrat zu überweisen. Das teilten die Parlamentsdienste am Freitag mit. Auch der Bundesrat empfiehlt ein Ja zum Vorstoss. Sagt der Nationalrat Ja, kann er ihn umsetzen.
Besonders mit Blick auf die hohen Anforderungen an die Hunde seien einheitliche Standards und Qualitätskriterien erforderlich, argumentierte die Mehrheit. Sie sieht zudem Mängel bei der Qualität der unterschiedlichen Ausbildungen. Auch die rechtlichen Rahmenbedingungen seien nicht klar.
Die Motion stammt vom Waadtländer FDP-Ständerat Pascal Broulis. Assistenzhunde unterstützten Menschen mit Epilepsie, Diabetes, neurodegenerativen Erkrankungen, körperlichen Behinderungen oder Entwicklungsstörungen wie Autismus, schrieb er. Die Nachfrage nach speziell für diesen Zweck ausgebildeten Hunden steige.
Doch einen spezifischen Rechtsrahmen für Schulungen der Hunde und Zertifizierungen gebe es nicht. Zertifizierte Ausbildungen erhöhten die öffentliche Sicherheit, indem ungeeignete Hunde aus dem öffentlichen Raum ferngehalten würden. Und sie gewährleiste eine Unterstützung von hoher Qualität für Menschen mit Behinderungen.
Weil offizielle Standards fehlten, könne jeder und jede sich als Ausbildungsstätte für Assistenzhunde bezeichnen, schrieb Broulis weiter. Und es komme vor, dass die Hunde an Menschen vermittelt würden, die keinen Bedarf für das Tier hätten und bei denen nicht geprüft worden sei, ob sie den Hund angemessen führen können.






