Bundesrat

    Bundesrat will Landwirte wegen Freihandel stärker subventionieren

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Der Bundesrat will die Landwirtschaft wegen neuer Handelsabkommen gezielt unterstützen. Insgesamt will er die Subventionen um 158 Millionen Franken erhöhen und diese Gelder ab 2028 im Budget einstellen.

    Landwirtschaft
    Der Bundesrat will die Landwirtschaft wegen neuer Handelsabkommen gezielt unterstützen. - keystone

    Die Landwirtschaft müsse sich wegen neuer Freihandelsabkommen an neue Marktbedingungen anpassen, schrieb die Landesregierung in einer Mitteilung vom Mittwoch. In diesen Verhandlungen gehörten Konzessionen im Agrarbereich oft dazu. Deshalb seien Begleitmassnahmen angezeigt.

    Konkret will der Bundesrat zwischen 2028 und 2031 den Umfang zinsloser Darlehen für Landwirtinnen und Landwirte um insgesamt 150 Millionen Franken erhöhen. Diese fördern wichtige Investitionen auf landwirtschaftlichen Betrieben sowie in landwirtschaftliche Infrastrukturen. Daneben soll für Exportinitiativen während acht Jahren jährlich eine Million Franken zur Verfügung gestellt werden.

    Diese Mehrausgaben sollen durch entsprechende Mehrerträge durch die Versteigerung von Importkontingenten gegenfinanziert werden, wie der Bundesrat schreibt. Eine entsprechende Verordnungsänderung soll bis Ende Oktober 2027 vorbereitet werden.

    Auch wenn der Bundesrat das Abkommen mit den Mercosur-Staaten in seiner Mitteilung nicht erwähnt, ist der Link dazu klar. In den vergangenen Wochen hatte die Bauernlobby das Abkommen mit den südamerikanischen Staaten scharf kritisiert. Sie forderte als flankierende Massnahme einen Verpflichtungskredit in Millionenhöhe, um die negativen Auswirkungen abzufedern.

    Und auch die Grünen kündigten bereits ein Referendum gegen die Vorlage an, insbesondere aus Umweltgründen. Sie bezeichneten die vom Bundesrat geplanten zusätzlichen Subventionen für die Landwirtschaft in einer Mitteilung als «schädlichen Ablasshandel».

    Das Mercosur-Abkommen wird in der Sommersession vom Juni im Nationalrat diskutiert. Die Mehrheit der zuständigen Kommission sieht das Abkommen als eine Möglichkeit für die Diversifizierung der Schweizer Handelsbeziehungen in der aktuell herausfordernden geopolitischen Weltlage.

    Kommentare

    User #2159 (nicht angemeldet)

    Bin seid vierzig Jahren Landwird! Wenn es um Abstimmungen für die Landwirtschaft geht stimme ich immer nein!! Nicht weil ich gegen die Landwirtschaft bin sondern die katastrophale Landwirtschaftspolitik!!!!

    User #2629 (nicht angemeldet)

    Wer subventioniert die Kunden der Bauern und deren Kunden im Laden?

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