Gotthard

    Bundesrat legt Eckwerte fest

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Der Bundesrat hat am Mittwoch die Eckwerte für den Bau des zweiten Gotthard-Strassentunnels festgelegt. Geplant ist eine Röhre, die im Abstand von 70 Metern parallel zum bestehenden Tunnel verläuft. Baubeginn ist frühestens 2020.

    Am Mittwoch kam es im Gotthardtunnel zu einem Unfall
    Am Mittwoch kam es im Gotthardtunnel zu einem Unfall - Keystone

    Einsprachen noch möglich

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Bundesrat hat das «generelle Projekt» festgelegt.
    • Die bestehenden Werkhöfe und Portale in Göschenen und Airolo werden übernommen.
    • Baubeginn ist frühestens 2020, ab 2030 wären dann beide Röhren bereit für den Verkehr.

    Die beim Bau der ersten Röhre erstellten Portalbauwerke in Göschenen und Airolo werden für die zweite Tunnelröhre übernommen. Die bestehenden Werkhöfe bei den Portalen dienen in Zukunft für den Betrieb und den Unterhalt beider Tunnelröhren, wie es in einer Mitteilung heisst.Übernommen werden auch die vier bestehenden Lüftungsschächte. Unter der Fahrbahn des neuen Tunnels wird ein Werkleitungsstollen eingerichtet, in dem später zum Beispiel eine Starkstromleitung eingezogen werden kann.

    Natur soll vom Tunnelbau profitieren

    Nach den Plänen des Bundesamts für Strassen (ASTRA) fallen beim Bau der zweiten Gotthardröhre rund 6,3 Millionen Tonnen Ausbruchmaterial an. Davon sollen rund 2,8 Millionen Tonnen für die Verbesserung und Renaturierung der Flachwasserzone im Urnersee verwendet werden. Rund 2,5 Millionen Tonnen werden im Raum Airolo gebraucht, etwa zur Geländemodellierung und für die Teilüberdeckung der Autobahn.

    Beim nun erfolgten Planungsschritt handelt es sich um das Generelle Projekt. Es ist die erste wichtige Etappe nach der Volksabstimmung vom Februar 2016. Das Generelle Projekt enthält die Grobplanung und die wichtigsten Eckwerte der neuen Tunnelröhre. Bei der Erarbeitung wurden die Kantone Uri und Tessin sowie die betroffenen Gemeinden nördlich und südlich des Gotthards einbezogen. Für die Umweltverbände fanden Informationstreffen statt.Einsprachen werden erst im Plangenehmigungsverfahren behandelt, welches auch das Ausführungsprojekt beinhaltet. Ein solches soll im Frühling 2018 vorliegen. Wann der Startschuss für die Bauarbeiten fällt, hängt von der Dauer des Planung und allfälliger Beschwerdeverfahren ab.

    Bauarbeiten frühestens 2020

    Im besten Fall können die Bauarbeiten 2020 aufgenommen werden. Dann könne der Rohbau bis 2025 fertiggestellt werden. Die Eröffnung der zweiten Röhre ist frühestens für Ende 2027 geplant. 2028 bis 2030 würde die bestehende Röhre saniert. Ab 2030 könnte der Verkehr dann durch beide Tunnel geführt werden. Die Kapazität soll dadurch nicht erhöht werden.

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