Bundespräsident Alain Berset will den sozialen Fortschritt in digitale Welt retten
Bundespräsident Alain Berset erinnert vor SP-Delegierten in Altdorf an die industrielle Revolution und zieht den Vergleich mit der heutigen Zeit.

Das Wichtigste in Kürze
- Bundespräsident Alain Berset ruft dazu auf, soziale Errungenschaften der Vergangenheit in die digitale Welt zu retten
- Die Digitalisierung biete viele Chancen, aber auch die Gefahr von Massenarmut.
Bundespräsident Alain Berset hat dazu aufgerufen, die sozialen Errungenschaften der Vergangenheit in die digitale Welt zu retten. Die Digitalisierung biete viele Chancen, aber auch die Gefahr von Massenarmut.
Berset sagte in Altdorf vor den Delegierten der SP, bei der Digitalisierung müsse zwischen Mythos und Realität unterschieden werden, wie bei Wilhelm Tell. Tell lege im Denkmal im Urner Hauptort seine Hand schützend um seinen Sohn. Dies müsse auch für die Digitalisierung gelten, nämlich den Schwächeren zu schützen.
Digitalisierung biete Chancen, es bestehe aber auch die Gefahr, dass weite Teile der Bevölkerung prekarisiert würden, sagte der SP-Magistrat. Die Freiheit wachse zwar, aber auch die Gängelung; die Flexibilität nehme zu, aber auch die Selbstausbeutung.
Berset erinnerte an die industrielle Revolution. Von dieser wüssten wir, was sozialer Wandel auslösen könne. Es liege an uns, die sozialen Errungenschaften in die digitale Welt zu retten.
Die Rolle der Politik sei es nicht, die Entwicklung zu bremsen, aber diese einzubetten, sagte Berset. Es brauche eine Politik der Integration, denn die soziale Stabilität sei Voraussetzung für den Erfolg des Landes. Es sei falsch, Sozialstaat und Wirtschaft gegeneinander auszuspielen, denn Angst sei nicht produktiv.






