Bund stuft Engpass bei Medikamenten als «problematisch» ein

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    Bern,

    In der Schweiz fehlt es immer mehr an lebenswichtigen Medikamenten. Der Bund spricht von «problematischen» Zuständen und beruft eine Taskforce ein.

    Die wirtschaftliche Landesversorgung stuft die Versorgungslage bei den Heilmitteln neu als problematisch ein. (Themenbild)
    Die wirtschaftliche Landesversorgung stuft die Versorgungslage bei den Heilmitteln neu als problematisch ein. (Themenbild) - sda - KEYSTONE/GAETAN BALLY

    Das Wichtigste in Kürze

    • Versorgungsengpässe von Medikamenten bereiten dem Bundesrat Sorgen.
    • So klassifiziert er diese nun offiziell als «problematisch».
    • Eine Taskforce soll nun Massnahmen finden, welche die Lage entschärfen.

    In der Schweiz hat sich der Engpass bei der Versorgung mit lebenswichtigen Arzneimitteln verschärft. Der Bund stuft die Lage neu als «problematisch» ein, wie der Bundesrat am Mittwoch bekannt gab. Eine Expertengruppe soll Sofortmassnahmen prüfen.

    Die Engpässe betreffen zunehmend Medikamente, die oral eingenommen werden können, wie das Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) mitteilte.

    Anders als in den vergangenen Jahren, als vor allem Spitäler von den Engpässen betroffen waren, fehlen die Arzneimittel jetzt zum Beispiel in Apotheken und Arztpraxen oder für die Behandlung zu Hause.

    Die Taskforce unter der Leitung des Delegierten für wirtschaftliche Landesversorgung, Hans Häfliger, soll nun Massnahmen finden, welche die Engpässe rasch lindern.

    Macht Ihnen der Medikamenten-Engpass Sorgen?

    Die Versorgungslage bei Arzneimitteln verschlechtert sich gemäss Bundesrat seit mehreren Jahren. Der aktuelle weltweite Mangel etwa an Antibiotika sei durch die Corona-Pandemie und die Lockdowns in China aber noch verschärft worden.

    Mittel- und langfristige Massnahmen seien bereits in Gang gesetzt worden, hiess es weiter. Sie zielen demnach darauf ab, Produktions- und Lieferengpässe früher und breiter zu erfassen. Zudem soll der Umgang mit solchen Engpässen erleichtert werden. Daneben sollen die Marktbedingungen verbessert werden, damit Störungen reduziert werden können.

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