Der Nationalrat möchte in Zukunft CO2-speichernde Materialien verstärkt fördern. Er hat eine entsprechende Motion von Ständerat Jakob Stark (SVP/TG) angenommen.
Holz Bau
Der Baustoff Holz. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Motion verlangt die Förderung von CO2-speichernden Materialien durch den Bund.
  • Diese hat der Nationalrat nun mit 146 zu 18 Stimmen angenommen.
  • Im Zentrum des Vorstosses steht der Werkstoff Holz.

Auch der Nationalrat möchte, dass für Infrastrukturbauten anstelle von Stahlbeton vermehrt CO2-speichernde Materialien verwendet werden. Er hat eine Motion des Thurgauer SVP-Ständerats Jakob Stark am Dienstag mit 146 zu 18 Stimmen bei 10 Enthaltungen angenommen. Im Zentrum des Vorstosses steht der Werkstoff Holz.

In der Sommersession hatte sich bereits der Ständerat dafür ausgesprochen. Infrastrukturbauten trügen jährlich etwa fünf Prozent zum landesweiten CO2-Ausstoss bei, argumentiert Stark in seinem Vorstoss. Ein Kubikmeter Holz könne langfristig rund eine Tonne CO2 speichern. Somit könne Holz zur Dekarbonisierung beitragen.

Bundesrat empfahl Ablehnung

Der Bundesrat hatte die Motion zur Ablehnung empfohlen. Es habe bereits ein nationales Forschungsprogramm zum Thema gegeben, sagte Bundesrätin Simonetta Sommaruga im Rat. Massnahmen zur vermehrten Nutzung von Holz seien bereits in Umsetzung. Nun muss die Landesregierung Vorschläge zur Umsetzung der Motion machen.

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