Bund sieht Aktionsplan gegen Risiken mit Pestiziden auf Kurs

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Der Bundesrat meldet Erfolge im Kampf gegen Umweltschäden durch Pflanzenschutzmittel.

    Pestizidverbot
    Der Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft ist mit Risiken für Gesundheit und Umwelt verbunden. (Symbolbild) - sda - KEYSTONE/DPA-Zentralbild/PATRICK PLEUL

    Mit Massnahmen in der Landwirtschaft rund um Pflanzenschutzmittel sind Risiken für die Umwelt teils markant verringert worden. Zu dem Schluss kommt der Bundesrat in einem am Mittwoch genehmigten Zwischenbericht zum «Aktionsplan Pflanzenschutzmittel». Der Aktionsplan sei auf Kurs, hiess es in dem Zwischenbericht.

    Die Risiken für Oberflächengewässer und naturnahe Lebensräume sowie die Belastung im Grundwasser könnten wohl bis 2027 um 50 Prozent gegenüber dem Mittelwert der Jahre 2012 bis 2015 reduziert werden. Erste Risikobeurteilungen zu Mehrfachrückständen von Pestiziden in Lebensmitteln zeigten zudem «kein Risiko» für die Konsumentinnen und Konsumenten, hiess es in dem Bericht.

    Bei den naturnahen Lebensräumen sei der Trend zur Risikoreduktion hingegen «noch wenig ausgeprägt», hiess es. Mit 2023 eingeführten Massnahmen wie der Reduktion der Abdrift sowie Beschränkungen der Nutzung bestimmter Wirkstoffe sollten nach Ansicht des Bundes die gesetzlich festgelegten Ziele im Aktionsplan bis 2027 aber ebenfalls erreicht werden.

    Persistente Herausforderungen trotz Fortschritten

    Insgesamt zeigten die Resultate aber auch, dass der Pflanzenschutz aufgrund des Rückzugs verschiedener Wirkstoffe zu einer immer grösseren Herausforderung werde. Drei Ziele des Aktionsplans seien ohne Alternativen für den Schutz von Kulturen kaum zu erreichen: die Halbierung der Fliessgewässerstrecke mit Überschreitungen, die Halbierung der Anwendung von im Boden persistenter Pflanzenschutzmitteln und die Bereitstellung wirksamer Pflanzenschutzstrategien für den Schutz aller relevanter Kulturen.

    «Dringendster Handlungsbedarf» besteht laut dem Bundesrat in der Entwicklung von neuen Pflanzenschutzmöglichkeiten gegen Schädlinge in Raps-, Zuckerrüben-, Gemüse- und Obstkulturen sowie in der Entwicklung von Alternativen für das persistente Fungizid Kupfer. Durch die Einwanderung neuer Schädlinge oder den Rückzug weiterer Wirkstoffe könnten neue Herausforderungen hinzukommen. Gegen Schädlinge gebe es bisher wenig Alternativen.

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    Kommentare

    User #5684 (nicht angemeldet)

    Wie war jetzt das mit dem Krebsrisiko?

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    Pestizid-Initiative parmelin
    Aktionsplan reicht

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