Baume-Schneider hebt Vorteile der mehrsprachigen Schweiz hervor

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    Luzern,

    Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider sieht in der Kenntnis anderer Landessprachen einen Schlüssel für den Zusammenhalt der Schweiz. «Die Mehrsprachigkeit gehört zu den grössten Schätzen unseres Landes», sagte sie am Freitagabend in Luzern.

    Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider feiert in Luzern vor dem KKL den Nationalfeiertag.
    Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider feiert in Luzern vor dem KKL den Nationalfeiertag. - KEYSTONE/URS FLUEELER

    Die SP Magistratin aus dem Jura hielt vor dem Kultur- und Kongresszentrum Luzern (KKL) die Festansprache zum Nationalfeiertag. Sie bezeichnete die Mehrsprachigkeit als Versprechen dafür, «dass wir uns auch gegenseitig wirklich verstehen wollen, über Sprach- und Mentalitätsgrenzen hinweg». Die anderen Regionen und Kantone seien nämlich eine Inspiration.

    Baume-Schneider kritisierte Tendenzen in der deutschsprachigen Schweiz – auch in Luzern – gegen das Frühfranzösisch. Dies schwäche den Zusammenhalt, betonte die Bundesrätin. Die Kenntnis der anderen Landessprachen sei mehr als eine schulische Angelegenheit. Sie sei eine unverzichtbare Bedingung für den nationalen Zusammenhalt. Dafür seien alle Staatsebenen, auch die Kantone, verantwortlich.

    Mehrsprachigkeit als Wettbewerbsvorteil

    Die Mehrsprachigkeit mache die Schweiz zur kulturellen Übersetzerin zwischen Nord und Süd und West und Ost, sagte Baume-Schneider. Mehrsprachigkeit sei auch ein Wettbewerbsvorteil, denn 250 Millionen Europäerinnen und Europäer würden eine der Schweizer Landessprachen sprechen. «Was für ein kreatives und wirtschaftliches Potenzial», sagte sie.

    Sie traue der Schweiz viel zu, weil sie den Leuten in der Schweiz viel zutraue, sagte die Bundesrätin. Sie sei immer wieder beeindruckt von der Energie, der Kreativität und dem Engagement der Menschen. Vor allem sei sie aber immer wieder beeindruckt von der Vitalität der Schweizer Demokratie. «Wir haben gelernt, Konflikte auszuhalten», sagte sie.

    Die Bundesfeier vor dem KKL Luzern hatte bereits am Nachmittag begonnen. Organisiert wird sie seit 2017 von einem privaten Trägerverein, dem Ständerätin Andrea Gmür (Mitte) vorsteht. Zuvor gab es in der Stadt keine 1.-August-Feier.

    Kommentare

    User #2492 (nicht angemeldet)

    In den Bieler Aussenbezirken redet man bald nur noch Französisch...

    User #1784 (nicht angemeldet)

    Sie würde sich besser um die Senkung der Kk Prämie kümmern als Blabla machen.

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