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    Vom Nerd zum Superhelden: Komödie «Pixels» auf Vox

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    Deutschland,

    Weil sie sich mit alten Videospielen auskennen, retten drei Jugendfreunde die Welt. Die Komödie von Chris Columbus ist simpel gestrickt, verströmt aber immerhin eine Prise 80er-Jahre-Nostalgie.

    Adam Sandler beim Photocall für den Film "Pixels". Foto: Alonso Cupul/EFE/dpa
    Adam Sandler beim Photocall für den Film "Pixels". Foto: Alonso Cupul/EFE/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die 80er Jahre waren die Zeit der Videospiele.

    Einer ihrer Helden war «Pac-Man», der aussieht wie eine gelbe Pizza, aus der ein Stück herausgeschnitten wurde.

    Ebenso skurril wie diese Figur wirkt aus heutiger Sicht auch «Donkey Kong», ein klobiger Gorilla, der Fässer auf einer schiefer Ebene rollen lässt. Mittlerweile sind die ersten Videospiele längst in Museumsvitrinen gelandet - Game over. Aber nicht für die drei kauzigen Helden in Chris Columbus' Komödie «Pixels», die am Donnerstag um 20.15 Uhr auf Vox läuft.

    Sam (Adam Sandler), Eddie (Peter Dinklage) und Ludlow (Josh Gad) waren als Kinder die grössten Champions in Sachen Videospiele. Mittlerweile erwachsen, geben sie eher traurige Gestalten ab. Der leicht übergewichtige Sam jobbt als TV-Techniker und macht Hausbesuche in orangefarbener Arbeitskleidung. Eddie sitzt wegen Betrugs im Knast, und Einzelgänger Ludlow hat immer noch keine Freunde. Er lebt bei seiner Oma und entwirft Verschwörungstheorien.

    Aber dann geht das Spiel von vorne los: Der reichlich trottelige US-Präsident Will Cooper (Kevin James) engagiert seine drei Freunde Sam, Eddie und Ludlow, um gegen Ausserirdische zu kämpfen, die mit Hilfe von real gewordenen Figuren aus alten Videospielen die Welt zerstören wollen. Und mit «Pac-Man» und Co. kennen sich die Nerds immer noch am besten aus. Der Rest ist dann ein Ballerspiel.

    Da wird mit Laserkanonen auf klobige Pixel-Monster geschossen, die so aussehen, als wären sie aus Legosteinen gebaut. Und dann zerspringen die Dinger in tausend Teile. Da möchte man dann rufen: Kinderzimmer aufräumen. Visuell ist das nicht sehr spannend, die Möglichkeiten der 3D-Technik werden kaum genutzt.

    Kein leichtes Spiel für die Crew aus Fleisch und Blut: Selbst ein gestandener Komiker wie Adam Sandler hat in diesem Film reichlich Mühe, den ein oder anderen Lacher zu platzieren. Gewohnt kauzig gibt sich der kleinwüchsige Peter Dinklage («Game of Thrones»), der britische Charakterdarsteller Brian Cox darf einen bärbeissigen Admiral spielt. Nur nett anzusehen ist leider Michelle Monaghan in einer unglaubwürdigen Rolle als Militärexpertin.

    Der Plot von «Pixels» kommt schon sehr konstruiert und schräg daher. Die Komödie, die vom gleichnamigen Kurzfilm von Patrick Jean aus dem Jahr 2010 inspiriert wurde, kann nicht recht nicht überzeugen. Regisseur Chris Columbus («Harry Potter und die Kammer des Schreckens»), selbst Jahrgang 1958, schwelgt zu Beginn ausgiebig in 80er-Jahre-Nostalgie. Da rollen die obligatorischen Bonanza-Fahrräder durchs Bild, die junge Madonna ist auch schon da, und eine Ikone dieser Zeit hat einen schönen Gastauftritt: Dan Aykroyd, der coole Komiker aus «Blues Brothers» und «Ghostbusters». Aber exakt den Charme und Witz dieser Filme vermisst man weitgehend in «Pixels».

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