Schriftstellerin Donna Leon lässt Brunetti nicht sterben

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    Bern,

    Die Bestsellerautorin Donna Leon spricht über die Zukunft ihrer Hauptfigur, Commissario Guido Brunetti.

    Donna Leon hat immer noch Spass an ihrem Commissario Brunetti.
    Donna Leon hat immer noch Spass an ihrem Commissario Brunetti. - Christiane Oelrich/dpa

    Die in der Schweiz lebende Bestsellerautorin Donna Leon denkt nicht ans Aufhören. Ihre fiktive Hauptfigur, Commissario Guido Brunetti, werde so lange leben, wie sie selbst, sagte Leon in einem Interview mit Tamedia. «Brunetti wird nicht sterben», garantierte Leon im Interview mit Tamedia vom Donnerstag.

    Möglich sei es aber, dass der Kommissar in Rente gehe oder aufhöre. «Ich weiss es noch nicht», sagte die 82-Jährige. Mit Brunetti habe sie vor 30 Jahren eine Figur geschaffen, mit der sie gerne Zeit verbringe. «Und zwar eine lange Zeit», auch wenn sie damals noch nicht geahnt habe, wie lange.

    Brunettis Charakter und Leons Schreibstil

    Deshalb habe sie einen Charakter geschaffen, der intelligent und kultiviert sei und Wert auf sein Äusseres lege. «Er ist ein wandelndes Beispiel von bella figura», sagte die Autorin, die in Venedig gelebt hat, wo ihre Krimis spielen.

    Im Interview sprach sich die Schriftstellerin selbst das Talent ab, in einem anderen Genre zu schreiben. Krimis zu schreiben sei einfach: Es gebe einen Anfang; ein Verbrechen; jemanden soll das lösen und gegen Verdächtige ermitteln müssen; dann findet er heraus, wer den Mord begangen hat.

    Leons Bücher und Italien

    Ins Italienische will Leon ihre Bücher nicht übersetzen lassen. Dass sie über Korruption und Unehrlichkeit schreibe, sei in Italien nicht immer gut angekommen. «Solche Kritik will man nicht von einer ausländischen Stimme hören», gab die Schriftstellerin ihren Kritikern in gewisser Weise recht.

    Zurzeit schreibt Leon am 34. Fall des Kommissars, wie aus dem Interview hervorging. Ende Mai erschien «Feuerprobe. Commissario Brunettis dreiunddreissigster Fall» im Zürcher Diogenes Verlag. Während mehreren Wochen stand der Krimi auf der Belletristik-Bestsellerliste.

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