Nach dem Marvel-Franchise hat sich Quentin Tarantino nun andere Film-Produktionen zur Brust genommen – jene der einschlägigen Streamingdienste.
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Quentin Tarantino sieht ein grosses Problem bei Filmen von Streamingplattformen. - Denis Makarenko/Shutterstock
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Das Wichtigste in Kürze

  • Regisseur Quentin Tarantino schiesst in einem Interview gegen Streamingdienste.
  • Der 60-Jährige macht sich Sorgen um die Zukunft des Kinos.
  • Viele Produktionen landen gar nicht mehr oder nur sehr kurz im Kino.

Wenn irgendetwas oder irgendjemand seinem geliebten Kino schaden könnte, versteht «Pulp Fiction»-Regisseur Quentin Tarantino (60) keinen Spass. Das hat er nun einmal mehr in einem Interview mit der US-amerikanischen Branchenseite «Deadline» unter Beweis gestellt. Tarantino, der gerade vor Ort bei den Filmfestspielen von Cannes ist, sieht vor allem eine Entwicklung in der Filmbranche höchst kritisch: Streamingdienste wie Netflix, Apple TV+ und Co., die selbst Filme produzieren.

Über die Tatsache, dass er nach seinem geplanten zehnten Film mit dem Titel «The Movie Critic» keine Kinofilme mehr drehen will, sagt er: «Jetzt ist eine gute Zeit dafür. Denn was ist überhaupt noch ein Spielfilm?

Ist es nur noch etwas, das sie auf Apple zeigen?» In seinen Augen sei es immens wichtig, dass Filme für das Kino produziert werden und sie dann «irgendwann ins Fernsehen kommen».

Viele Streaming-Produktionen hingegen landen entweder nur für eine sehr kurze Zeit exklusiv auf der Leinwand oder sogar direkt auf der Plattform. «Aber diese Filme existieren nicht im Zeitgeist. Es ist beinahe so, als würden sie überhaupt nicht existieren.»

Lukrativ, aber unbedeutend?

Lukrativ seien diese Filme – neben den Streamingdiensten selbst – vor allem für die Schauspielerinnen und Schauspieler: «Ich möchte nicht auf einzelnen herumhacken. Aber anscheinend hat Ryan Reynolds 50 Millionen Dollar für diesen, 50 Millionen Dollar für jenen und 50 Millionen Dollar für den nächsten Netflix-Film verdient. Schön für ihn, dass er so viel Geld macht.» Dem Kino würden er und alle anderen Darsteller solcher Filme aber laut Quentin Tarantino nicht unbedingt einen Gefallen tun.

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