«Muslim Fashion»-Schau in Frankfurt geht zu Ende

    DPA
    DPA

    Deutschland,

    In Frankfurter endet in Kürze die «Muslim Fashion»-Schau. Für die Organisatoren war sie ein voller Erfolg - nicht nur was die Besucherzahlen anbelangt.

    Haute-Couture-Exponate der Designer Pierpaolo Piccioli (l-r), Bill Gaytten, Karl Lagerfeld und Jean Paul Gaultier sind in der Ausstellung «Contemporary Muslim Fashions» im Frankfurter Museum Angewandte Kunst zu sehen. Foto: Arne Dedert
    Haute-Couture-Exponate der Designer Pierpaolo Piccioli (l-r), Bill Gaytten, Karl Lagerfeld und Jean Paul Gaultier sind in der Ausstellung «Contemporary Muslim Fashions» im Frankfurter Museum Angewandte Kunst zu sehen. Foto: Arne Dedert - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Schau war umstritten, aber für das Museum ein grosser Erfolg: Die Ausstellung «Muslim Fashion» im Frankfurter Museum Angewandte Kunst geht zu Ende.

    Das Museum schätzt, dass bis dahin rund 100.000 Besuche gezählt werden.

    Die Reaktionen seien «grösstenteils und überwiegend positiv» gewesen, sagte der Direktor des Museums, Matthias Wagner K. der Deutschen Presse-Agentur. «Die Besucher haben die Aufregung im Vorfeld nicht verstanden. Sie haben verstanden, dass das Kopftuch nicht Thema dieser Ausstellung ist.» Erfreulich viele muslimische Familien hätten den Weg ins Museum gefunden - «das war toll».

    Frankfurt hatte die Schau über die Ausdrucksformen muslimischer Mode in aller Welt aus San Francisco übernommen. Konzipiert wurde sie von dem ehemaligen Frankfurter Museumsdirektor Max Hollein. Anders als in den USA hatte es in Deutschland schon im Vorfeld heftige Kritik gegeben. Die Verantwortlichen machten sich zu «nützlichen Idioten des politischen Islam», seien «Handlanger von Frauenunterdrückung», lauteten einige der Vorwürfe.

    Das Museum erhielt Hass-Mails, die bis zu Morddrohungen gingen. Auf Anraten der Behörden wurden Sicherheitsschleusen installiert - mit Leibesvisitation und Taschenkontrollen. «Das war eine Belastung fürs Haus», gibt Wagner K. zu. Nach etwa zwei Wochen wurden die Kontrollen zurückgefahren.

    Drohungen gingen zunächst weiter ein, inzwischen habe sich die Lage aber beruhigt. Wagner K. führt das auf die vielen Veranstaltungen zu dem Thema zurück. «Sie haben die unterschiedlichen Pole zusammengeführt.» Gesellschaftlich sei die Ausstellung ein grosser Erfolg: «Sie hat eine wichtige Diskussion ausgelöst und gezeigt, was ein Museum im 21. Jahrhundert leisten kann und muss.»

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Schülerproteste
    5 Interaktionen
    Wie Paris
    Martin Jucker.
    10 Interaktionen
    Einbrüche

    MEHR IN PEOPLE

    Shakira
    2 Interaktionen
    Gericht in Barcelona
    Stubete Gäng Blocher
    71 Interaktionen
    Nach «Richi»-Ärger
    DJ Tatana
    47 Interaktionen
    Ewig jung
    Jessica Wahls No Angels
    4 Interaktionen
    Insolvenz

    MEHR AUS DEUTSCHLAND

    AfD
    225 Interaktionen
    Aufreger
    ex bnd chef
    10 Interaktionen
    August Hanning
    Börsen Aktien Europa
    1 Interaktionen
    Aktienmärkte