Kitso Lynn Lelliott, eine Künstlerin aus Botswana, gewinnt den renommierten Henrike Grohs Art Award 2024.
In Frankreich sollen drei Goethe-Institute geschlossen werden. Dagegen regt sich Widerstand.
Alle zwei Jahre verleiht das Goethe-Institut gemeinsam mit der Familie Grohs Auszeichnungen an afrikanische Künstlerinnen und Künstler im Bereich Bildende Kunst. (Symbolbild) - Fabian Sommer/dpa

Die aus Botswana stammende Künstlerin Kitso Lynn Lelliott erhält den mit 20'000 Euro dotierten Henrike Grohs Art Award 2024. Die Auszeichnung wird alle zwei Jahre vom Goethe-Institut und der Familie Grohs an afrikanische Künstlerinnen und Künstler im Bereich Bildende Kunst vergeben. Die Auszeichnung ist zusätzlich mit 10'000 Euro für eine Veröffentlichung dotiert. Nebenpreise in Höhe von 5000 Euro gehen nach Angaben vom Montag an Frederick Ebenezer Okai aus Ghana und Wambui Kamiru Collymore aus Kenia.

Das Goethe-Institut ist Deutschlands kulturelles Aushängeschild weltweit. Der Preis erinnert an die aus Berlin stammende Kulturmanagerin und Ethnologin Grohs, die 2016 bei einem Terroranschlag im Staat Elfenbeinküste getötet worden war. Der Henrike Grohs Art Award wird seit 2018 alle zwei Jahre verliehen.

Kunst als Akt des Widerstands

Für die vierte Ausgabe des Preises gab es 690 Bewerbungen aus 40 afrikanischen Ländern. Kitsos Werk habe vor allem wegen der Artikulation von Ungehorsam und Störung beeindruckt, so die Jury. «Die Notwendigkeit, über die traditionellen Bezüge zu den Kolonialmächten hinauszublicken, wird nachdrücklich bekräftigt.»

Kitsos Werk sei keine endgültige Errungenschaft. Sondern ein konstanter Zustand des Werdens. Die Jury sieht eine «kontinuierliche und sich entwickelnde künstlerische Reise».

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