Jay-Z bestreitet Vorwürfe: Anwalt warnt vor Folgen

    Aline Klötzli
    Aline Klötzli

    USA,

    Jay-Z dementiert die Vergewaltigungsvorwürfe in einem öffentlichen Schreiben. Ein Anwalt warnt, dass das «nach hinten losgehen könnte».

    Jay Z
    Gegen Jay-Z wurde eine Klage eingereicht. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Jay-Z und Diddy sollen im Jahr 2000 ein Meitli (13) vergewaltigt haben.
    • Der Gatte von Beyoncé weist die heftigen Vorwürfe öffentlich zurück.
    • Doch bereits die blosse Anschuldigung kann Folgen haben, warnt ein Anwalt.

    Gegen Jay-Z (55) wurden schwerwiegende Vorwürfe erhoben. Der Rapper wurde in den berüchtigten Diddy-Skandal verwickelt. Er wird in einer Klage beschuldigt, mit seinem Musiker-Kollegen ein 13-jähriges Meitli vergewaltigt zu haben.

    Der mutmassliche Übergriff soll sich im Jahr 2000 bei einer After-Party der MTV Music Awards ereignet haben. Der Name der Klägerin ist nicht bekannt. In den Rechtsdokumenten wird sie lediglich als «Jane Doe» aufgeführt.

    Jay-Z dementiert Vorwürfe und spricht von Erpressung

    Die Klage wurde ursprünglich bereits im Oktober eingereicht und richtete sich gegen P. Diddy (55). In der neuen Klageschrift wird nun jedoch auch Jay-Z, dessen richtiger Name Shawn Carter lautet, einbezogen.

    Der Musiker selbst hat die Anschuldigung umgehend dementiert. In einer öffentlichen Erklärung verurteilte er die «abscheulichen» Vorwürfe scharf. Zudem attackierte er den Anwalt des Opfers, Tony Buzbee, und bezichtigte ihn der Erpressung.

    Jay-Z
    Jay-Z sieht sich mit schwerwiegenden Vorwürfen konfrontiert. - keystone

    Jay-Z schrieb: «Mein Anwalt erhielt einen Erpressungsversuch, ein sogenanntes Forderungsschreiben, von einem ‹Anwalt›. Er hatte damit gerechnet, dass die Art dieser Anschuldigungen und die öffentliche Aufmerksamkeit mich zu einem Vergleich veranlassen würden.»

    Und weiter: «Nein, Sir, es hatte den gegenteiligen Effekt! Es hat mich dazu gebracht, Sie in öffentlicher Weise als den Betrüger zu entlarven, der Sie sind.» Er werde ihm keinen Penny geben.

    Anwalt warnt: «Könnte ein Wendepunkt sein»

    Für Jay-Z und seine Ehefrau Beyoncé (43) könnte der Skandal aber dennoch Folgen haben. Davor warnt jetzt der ehemalige Staatsanwalt Neama Rahmani.

    Gegenüber der «Sun» meint er: «Die blossen Anschuldigungen selbst können sehr schädlich sein.» Insbesondere das Vermögen des Promi-Paares, das auf drei Milliarden Dollar (rund 2,6 Mrd. Franken) geschätzt wird, sieht er in Gefahr.

    «Er und Beyoncé sind Musik-Könige. Taylor Swift ist vielleicht die einzige Musikerin, die derzeit berühmter ist.» Aber: «Das könnte für Jay-Z möglicherweise ein Wendepunkt sein», so Rahmani.

    Auch Diddys Nettovermögen habe bereits einen erheblichen Schlag erlitten.

    Verfolgst du den Diddy-Skandal?

    Doch auch sonst sieht der Anwalt das Verhalten von Jay-Z kritisch. Er befürchtet, dass sein öffentliches Leugnen möglicherweise «nach hinten losgehen könnte». «Wenn die Anschuldigungen tatsächlich stimmen, motiviert das manchmal andere Opfer oder Zeugen, sich zu melden.»

    Jay Z lächelt Vergewaltigungsvorwürfe weg

    Auch Diddy trat sehr aggressiv auf und bestritt alle Vorwürfe. «Und sitzt weniger als ein Jahr später in Haft», erinnert Rahmani.

    «Ich sage nicht unbedingt, dass das auch Jay-Z passieren wird, aber es wird wirklich aufschlussreich sein. Melden sich noch mehr Opfer? Gibt es Beweise, die diese Anschuldigungen stützen?»

    Der Jurist glaubt: Genau wie es bei Diddy der Fall war, könnte es auch für Jay-Z «schnell aus dem Ruder laufen».

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    Jay Z mit Ehefrau Beyoncé, dessen Mutter Tina Knowles und Tochter Blue Ivy bei der Filmpremiere in Hollywood. - keystone

    Der Musikproduzent und seine Familie lassen sich von Vergewaltigungsvorwürfen offenbar aber nicht beirren. Am Montagabend zeigten sie sich bei der Filmpremiere zu «Mufasa: Der König der Löwen» vereint.

    An der Seite von Schwiegermutter Tina Knowles (70), Gattin Beyoncé und Tochter Blue Ivy (12) lachte Jay-Z den Skandal weg.

    Kommentare

    User #1786 (nicht angemeldet)

    so späte keine Chance

    User #3714 (nicht angemeldet)

    Mal sehen ob er beim Richterspruch 20 Jahre Knast immer noch so Grinst.

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