Hüpf, Otto, hüpf - Emden ehrt Komiker mit Ampeln

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    Emden bekommt Otto-Ampeln. Die Lichtsignale werden den Komiker in seiner berühmte Hüpfpose zeigen und sollen so schnell wie möglich aufgestellt werden. Doch was sagt eigentlich Otto dazu?

    Eine Otto-Ampel. Foto: Otto Waalkes
    Eine Otto-Ampel. Foto: Otto Waalkes - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Werden Fussgänger in Emden künftig über die Strasse hüpfen? Möglich ist es, denn die ostfriesische Stadt ehrt ihren berühmtesten Sohn Otto Waalkes mit vier speziellen Fussgängerampeln.

    Bei Grünphasen wird der hüpfende Komiker mit wehenden Haaren zu sehen sein. Dafür sprach sich am Dienstagabend der Emdener Rat einstimmig aus. Otto (70) zeigte sich begeistert. Er habe schon das Bundesverdienstkreuz und die Emder Ehrenbürgerschaft. «Aber eine eigene Ampel ist der Höhepunkt meiner Karriere», sagte er der «Ostfriesen-Zeitung» (Mittwoch).

    Die Ampeln sollen so schnell wie möglich nahe dem «Otto-Huus» aufgestellt werden - ein Museum, das sich ganz dem Komiker widmet und vor dem sich lange Schlangen bilden, wenn der Namensgeber mal wieder selbst vorbeischaut und Autogramme gibt. Der Stadtsprecher Eduard Dinkela hofft, dass die neuen Lichtzeichenanlagen noch vor der Eröffnung der Otto-Ausstellung in der Emder Kunsthalle geliefert werden. «Die Ampeln werden umgehend bestellt», sagt er. Ab 22. Juni ist in der Kunsthalle für drei Monate eine Hommage an den «berühmtesten und in diesem Universum wohl auch beliebtesten, lebenden Ostfriesen» zu sehen, wie es in der Ankündigung heisst.

    Ursprünglich hatte es in Emden die Idee gegeben, die bekannten Rüsseltiere «Ottifanten» in den Grün- und Rotphasen auf die Fussgängerampeln zu bringen. Sie sind auch schon als küssende Bronze-Statuen in der Stadt vertreten. Doch in der Strassenbehörde gab es Bedenken. Denn die Strassenverkehrsordnung sieht nur stehende und schreitende Fussgänger auf den Ampeln vor. Was, wenn etwas passiert, weil ein Fussgänger die Zeichen missversteht? «Mit Otto in Hüpfpose nur in der Grünphase haben wir das Risiko minimiert», sagt Dinkela. «Im Zweifelsfall bleibt der Fussgänger stehen.» Oder er geht eben über die Strasse: «Von mir aus auch hüpfend.»

    Der Emder FDP-Fraktionschef Erich Bolinius, dessen Partei die Idee mit den Otto-Ampeln in den Rat gebracht hatte, steht zwar voll hinter der Entscheidung. Die abgelehnten «Ottifanten» hätte er aber auch gut gefunden. «Aber wer viel fragt, kriegt viele Antworten», sagt er in Richtung Rathaus. «Einfach machen hätte auch genügt.»

    So wie zum Beispiel in Bremen. Dort gab es bereits tierische Motive auf Ampeln. Während des Freimarkts vor zwei Jahren zierten die berühmten Stadtmusikanten zwölf Grünzeichen. «Das wurde sehr positiv aufgenommen», sagte eine Sprecherin der Bremer Touristik-Zentrale. Und passiert sei auch nichts.

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