Harry zieht zurück: Palast will kein «halb drin, halb draussen»

    Luca Micheli
    Luca Micheli

    Grossbritannien,

    Wohnort, Polizeischutz, Versöhnung: Nach der Ankündigung um Harrys und Meghans Rückkehr nach Grossbritannien bleiben einige Fragen offen.

    Prinz Harry
    Prinz Harry zieht mit seiner Familie noch in diesem Monat nach Grossbritannien zurück. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Trotz Rückkehr nach England werden sich Harry und Meghan royalen Pflichten fernhalten.
    • Der Palast wolle keine Regelung mit «halb drin, halb draussen» einführen, heisst es.
    • Auch die Frage um künftigen staatlichen Polizeischutz bleibt bislang ungeklärt.

    Diese Nachricht kam überraschend: Prinz Harry (41) und Meghan Markle (45) kehren aus den USA nach über sechs Jahren vorerst den Rücken. Gemeinsam mit ihren Kids zieht es das Paar zurück nach Grossbritannien.

    Berichten zufolge soll der Umzug noch diesen Monat stattfinden, bevor Archie (7) und Lilibet (5) dort ab September eine Privatschule besuchen werden.

    Eine Rückkehr zu früheren royalen Pflichten ist derzeit jedoch nicht vorgesehen. Harry und Meghan bleiben Privatpersonen und übernehmen keine offiziellen Aufgaben im Namen der Königsfamilie, berichtet die BBC.

    Harry Meghan
    Prinz Harry und Meghan Markle ziehen von den USA bald nach London. - keystone

    Beim Palast besteht demnach kein Interesse, für das Sussex-Paar eine neue Regelung nach dem Motto «halb drin, halb draussen» einzuführen. Am Status ändere sich durch den Umzug nichts.

    Wo genau der künftige Wohnort von Harry und Meghan liegen wird, ist nicht bekannt. Gerüchten zufolge zieht es die Familie in die Cotswolds oder in die Nähe des Spencer-Anwesens Althorp in Northamptonshire. Ein Ort, an dem die Sussex' zuletzt viel Zeit mit Prinzessin Dianas (†36) Familie verbracht hat.

    Anspruch auf Polizeischutz unklar

    Angesichts der Umzugspläne stellt sich die Frage, welche Sicherheitsvorkehrungen die Familie künftig treffen wird. Noch ist nicht geklärt, ob und in welchem Umfang Harry und seiner Familie staatlichen Polizeischutz zustehen könnte.

    Nach seiner Niederlage im Rechtsstreit um seine Sicherheitsvorkehrungen schloss Harry eine Rückkehr in seine alte Heimat aus. «Ich kann mir derzeit keine Welt vorstellen, in der ich meine Frau und meine Kinder nach Grossbritannien zurückbringen würde», erklärte er im Mai 2025.

    Prinz Harry
    Prinz Harry und Ehefrau Meghan mit ihren Kindern Archie und Lilibet. - Instagram / @meghan

    Hintergrund war die Entscheidung, Harry nicht mehr automatisch den früheren Polizeischutz zu gewähren, sondern seinen Schutz je nach konkreter Situation und Gefährdungslage festzulegen.

    Ob der Rotschopf die künftigen Schutzmassnahmen nun mit einem privaten Sicherheitsdienst aus den USA umsetzt oder neue Vereinbarungen mit den britischen Behörden trifft, ist derzeit unklar.

    Seine Häuser im kalifornischen Montecito und in Portugal wird das Paar behalten. Grossbritannien soll den Berichten zufolge zum Hauptwohnsitz werden.

    Harry und Meghan «desaströs gescheitert»

    Harrys Rückkehr in seine alte Heimat kommt nicht nur für die Öffentlichkeit überraschend. Offenbar wurden König Charles III. (77) und Prinz William (44) erst am vergangenen Sonntag über die Umzugspläne ihres Familienmitglieds informiert – nur vier Tage, bevor die Meldung internationale Schlagzeilen macht.

    Prinz Harry Meghan
    Harry und Meghan sollen bei ihrem Treffen mit Charles und Camilla im Juli nicht über die Umzugspläne gesprochen haben. - keystone

    Ein Vorgehen, welches Royal-Experte Richard Fitzwilliams nicht nachvollziehen kann. «Es wäre absolut skrupellos, wenn er dem König tatsächlich erst am Sonntag von seinen Plänen erzählt hätte, umzuziehen», sagt er im Gespräch mit der «Daily Mail».

    Fitzwilliams prognostiziert gar eine «Krise für die Monarchie», da diese auf spontane Änderungen oft nur unzureichend reagiere. Zudem sei die Rückkehr der Beweis dafür, dass Harry und Meghan in den USA «desaströs gescheitert» seien. Dennoch soll sich Charles freuen, seine beiden Enkel künftig wieder öfter zu sehen.

    Ein Schritt in Richtung Versöhnung?

    Prinz Harry und Meghan Markle hatten Anfang 2020 ihre royalen Pflichten niedergelegt und sich in Kalifornien ein neues Leben aufgebaut.

    Queen Elizabeth II., die im September 2022 verstarb, soll unter dem Bruch mit Harry und Meghan gelitten haben. Wenige Monate später äusserte Harry erstmals öffentlich den Wunsch nach einer Versöhnung mit seiner Familie.

    Was denkst du über die Grossbritannien-Rückkehr von Harry und Meghan?

    Nach Jahren der Entfremdung mit dem Palast kam es vor rund einem Monat zu einem Treffen zwischen König Charles, Königin Camilla (79) und Harrys Familie. Seine Enkel Archie und Lilibet hatte der Monarch zuletzt 2022 in die Arme geschlossen. Laut dem «Telegraph» sollen die Umzugspläne damals nicht Thema gewesen sein.

    Kommentare

    User #4440 (nicht angemeldet)

    Wie schaffen das die schwedischen Royals als Beispiel - wirkt alles viel harmonsischer. Da wird nicht auf Hackordnung gesetzt. Man muss aber wohl auch sehen, dass Viktoria viel natürlicher und selbstbewusster wirkt als William. Er scheint sich hinter Status und Rangordnung zu verstecken. Modern ist das nicht.

    User #4711 (nicht angemeldet)

    na das wollen die auch nciht - wollen wieder ganz rein - dann kriegen die Personenschutz und all die anderen Annehmlichkeiten..aber man kann ja nicht mit der Tür ins Haus fallen...Salamitaktik ist angesagt

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