Friede Springer für ihr Lebenswerk geehrt

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    Österreich,

    Sie gilt als eine der wichtigsten Medienunternehmerinnen in Deutschland. Jetzt wurde Friede Springer in Wien geehrt. In ihrer Rede erinnerte sie an die schwierigen Anfänge.

    Friede Springer wurde geehrt. Foto: Jens Kalaene/Archiv
    Friede Springer wurde geehrt. Foto: Jens Kalaene/Archiv - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Verlegerin Friede Springer (76) hat den Sonderpreis des Medien-Branchendienstes «kress» für ihr Lebenswerk erhalten.

    Die Auszeichnung wurde ihr am Montagabend in Wien auf dem European Publishing Congress überreicht.

    In seiner Laudatio würdigte der Herausgeber des Berliner «Tagesspiegel», Sebastian Turner, die 76-Jährige als weitsichtige Unternehmerin. Der Springer-Verlag («Bild», «Welt») habe unter ihrer Führung zwar nicht als erster, aber dafür umso entschlossener die Chancen der Digitalisierung erkannt, sagte Turner.

    Sie habe als Verlegerin «mit Gaben, die im Medienbetrieb sehr selten sind, eine erstaunliche Unternehmerinnengeschichte geschrieben», sagte Turner weiter. Der Verlag habe sich unter ihrer Führung von der «Keimzelle des Hauses», dem «Hamburger Abendblatt», verabschiedet. «Ihr Mann hat derartige Entscheidungen immer wieder erwogen und dann doch nicht vollzogen.» Friede Springer räumte ein, dass sie anfangs viele Selbstzweifel hatte, der Aufgabe als Verlegerin gewachsen zu sein. «Ich habe oft Nächte durchgeheult», sagte sie bei der Preisverleihung.

    Die Frau des Verlegers Axel Springer hatte nach dessen Tod 1985 die Leitung des Konzerns übernommen. 2018 war finanziell das erfolgreichste Jahr der Unternehmensgeschichte: Der Umsatz belief sich auf 3,18 Milliarden Euro, der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) kletterte dank der Erlöse aus dem digitalen Geschäft («Stepstone», «Immowelt») auf 737,9 Millionen Euro.

    Bei der Gala gab es noch weitere Auszeichnungen. «Tagesspiegel»-Herausgeber Turner wurde in einer Publikumswahl unter «kress»-Lesern zum «Medienmanager des Jahres» gekürt. «Chefredakteurin des Jahres» ist Julia Bönisch. Sie leitet das Online-Angebot der «Süddeutschen Zeitung». Die «Newcomerin des Jahres» heisst Maria Exner. Sie ist stellvertretende Chefredakteurin von «Zeit.de».

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