«Das indische Grabmal» auf DVD und Blu-ray

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Deutschland,

Furchterregende Raubtiere, monumentale Paläste, grosse Emotionen: Exotik aus dem Studio war der letzte Schrei im Weimarer Kino. «Das indische Grabmal» glänzt mit Stars und Tigern.

Conrad Veidt als indischer Fürst auf dem Cover der DVD «Das indische Grabmal». Foto: Neue Visionen
Conrad Veidt als indischer Fürst auf dem Cover der DVD «Das indische Grabmal». Foto: Neue Visionen - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Es sollte «der Welt grösster Film» werden, ein Projekt der Superlative nur wenige Jahre nach dem verheerenden 1. Weltkrieg.

Monumentalfilme waren nicht nur in Deutschland beliebt in dieser Zeit, und Garanten für einen Erfolg waren auch die Mitwirkenden beim «Indischen Grabmal».

Der aufstrebende Regisseur und Produzent Joe May führte Regie, das Drehbuch für den zweiteiligen Film stammte von Thea von Harbou und Fritz Lang, die Hauptrolle des indischen Fürsten übernahm der Berliner Starschauspieler Conrad Veidt («Das Cabinet des Dr. Caligari»). An seiner Seite spielten Mia May, die Ehefrau des Regisseurs sowie weitere Stars des Weimarer Kinos. Jetzt liegt «Das indische Grabmal», das 1921 in die Kinos kam, mit seinen beiden Teilen «Die Sendung des Yoghi» und «Der Tiger von Eschnapur» in restaurierter Fassung auf DVD & Blu-ray vor.

Die melodramatische Handlung rankt sich um den indischen Fürsten Ayan (Conrad Veidt), der seine Frau an den englischen Offizier Mac Allan verliert. Der verschmähte Herrscher beschliesst, für seine abtrünnige Frau noch zu Lebzeiten ein Mausoleum zu erbauen. Für dessen Bau lockt er den Architekten Rowland nach Indien, dessen geliebte Frau Irene folgt ihrem Mann an den Hof des Fürsten. Ein grosses Drama nimmt seinen Lauf.

In den Nähe von Berlin wurden die monumentalen Kulissenbauten für den Film errichtet, über die Dreharbeiten berichteten die Zeitungen ausgiebig. Natürlich sind das gestenreiche Spiel der Stummfilmdarsteller und die bohrenden Blicke gewöhnungsbedürftig, aber Mays Film entwickelt durchaus einen ganz eigenen Sog.

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